Versuch
alten Denkmalen und Urnen von Marmor/ zu NonyTodtengeripe stellen: die eine ist in der VillaMattei/ l) die anderein dem Museo deö CollegiiRomani; ein anderes mit einem Geripe findet sichbeim Spon/^) und ist nicht mehr zu Rom befind-lich. Von geschnittenen Steinen ist ein einzigerin dem Museo zu Florenz/und zwo in dem stoschi-sche n Museo/^') mit diesem Bilde. Vielleicht warder Tod bei den Einwohnern von Gadeö/ dem heu-tigen Cadix/ welche unter allen Völkern die einzigenwaren/ die den Tod verehreten/ also gestaltet/5) da
2) Altscel. mit. 7.
3) Mus. ?Ior. Ocm> t, 2.
4) f5 Kl. 4 Abth. 24t — 242 Num.7
Winckel m a n hatte zu diesem Vielleicht nicht dengeringsten Grund. Philostrat sagt blos Von den Ga-ditanern: „ Daß sie die einzigen Menschen waren, die>, dem Tode Päane sängen. " Er erwähnt nicht einmaleiner Bildsäule, geschweige das, er im geringsten vermu-then lasse, die Bildsäule habe eiu Gerive vorgestellt.
Ich erinnere beiläufig, daß ich die angezogenen Worte
nicht mit Winckelman übersezen möchte:» Die Graditaner wären unter allen Völkern die einzi-„ gen gewesen, welche den Tod verehret." Verehretsagt von den Gaditanern zu wenig, und verneinet vonden übrige» Völkern zu viel. Selbst bei den Griechenwar der Tod nicht ganz ohne Verehrung. Das Beson-dere der Gaditaner war nur dieses, daß sie die Gott-heit des Todes für erbittlich hielten; daß sie glaubten,durch Opfer und Päane feine Strenge mildern, seinenSchluß verzögern zu können. Den Päane heissen im be-fondern Verstände Lieder, die einer Gottheit zur Abwen-dung irgend eines Übels gesungen werden. Phil ostrat