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9 (1825)
Entstehung
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108
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Versuch

§. 102. Die Beredsamkeit will man durcheine Biene angedeutet finden,^) weil HomeruSvom Nestor saget/ daß aus' dessen Munde eine Rede floß/ die süßer als Honig war/" 2) und Tb eo-kritus' gibt daher seinem ThyrsuS einen Mundvoll von Honig. 2)

§.io3. Die Betriibniß und den Kummerbildet die Stellung einer sizenden Figur/ die mitbeiden Händen ibre Knie unifasset hat;^') so warHektor vom Polygnotus in seinem großen Ge-mälde zu Delphos vorgestellet. 6)

K. i0 'i. Die Billigkeit auf Mün-

zen hält in der rechten Hand eine Waage/ und in

1) Haverclnnx. comment. in Alurel. Ilies. t. 2. x. 41O.

2) Ik. I. v. 249.

Z) I. v. 146.

Wir erinnern u»§ irgendwo lbei W i n ck e l »> a n selbstin den Deuknialen ??umero 1S1.^ einen antikenStei»gesehen zu habe»/ worauf eine Maske dargestellt ist/ ausderen Munde Bienen fliegen; wahrscheinlich in eben derBeziehung, wie der Autor hier nach Stellen Homersund Theokrits angegeben. Me»er.

4) llippocr.'lt in AP. I^ustJlli. I. Z. 6.,2.iu 1.2A. c. 2. x. Ü6o.

5) I. 10. I^c. 3l.^

Sollen Betrübniß und Kummer in allegorischenBildern dargestellt werden, so<stnd traurige Gebärdenfreilich die schiklichsteu für diesen Zwek. Hektor aberwar von Polygnotus nicht als ein allgemeines Sym-bol der Betrübniß dargestellt, sondern die traurige Mi-ne des Helden sollte dessen eigenes Schiksal, und dasSchiksal, welches sei» Vaterland erlitten, charakteristischbedeuten. Auf gleiche Weise hat Raphael, in demStreite über das Saeramcnt, dem Abraham den Aus-druk von schmerzlichem innere» Kampf und unsäglichemverhaltene» Jammer, i» Anspielung auf die OpferungJfaaks, gegeben. Meyer.