einer Allegorie. 67
§, 66. Ich bitt aber nicht gesonnen, eine voll-ständige Abbildung der Götter zu geben, sondernnur diejenige, welche selten ist, und von wenigenoder einzelnen alten, und von noch wenigern odervon niemand der neueren Scribenten angezeigetworden, wovon man sich in Lesung der Mythologienund anderer Bücher, wie VossiuS von der Jdo-lolatrie ist, überzeugen kan. Ich übergehe son-derlich ägyptische Gottheiten , theils weil die Bilderderselben bekant sind, eine Isis ausgenommen, aufderen Kopfe ein Sperber sizet; l) theils weil sie in derschonen Allegorie keinen Plaz finden, und ich merkehier nur einen kleinen vierseitigen Grabstein einesPriesters der Isis an, wie folgende Inschrift aufdemselben anzeiget! ?i,. xi"ro»ivs. »novo. isi^-
»ivs, Von dieser Art zu schreiben durch Buchstabeninnerhalb anderer gesezet,^) welche in spätern Zeiten
vollkommen/ selbständig und einfach im Anschaulichenund Dargestellte»/ sondern mehr in einer smreichen,manchmal auch nur wizigen/ aus der Darstellung ab-zuleitenden Bedeutung sich zeigen. S»ml>ole hingegenerfodern allemal das höchste schöpferische Kunstvermögen/wen lie gelingen sollen; und dies ist -wahrscheinlich dieUrsache, warum keiner der neueren Künstler je ein vor-zügliches, den Antiken vergleichbares Werk solcher Art zuStande gebracht hat. In der Allegorie hingegen/da dieselbenach ihrer Hauvteigenschast, der Bedeutung/ Vielmehraus dem Geiste der Erfindung als ans höchstmöglicherVollkommenheit/ Würde und Kraft der Kunst in der schö-pferischen Darstellung selbst beruhet, können anch ausneueren Werke» durchaus musterhafte/ den besten deZAltertums an Gelialt fast gleichkommende Allegorien nach-gewiefen werden. Die s»mbolische Darstellung ist derverstnlichte allgemeine Vegrif selbst/ die allegorische Dar-stellung bedeutet blos einen von ihr selbst «erschiedene»allgemeinen Begrif. A!e»er.
») nist lies luscript. t. 14. p. 3.
2^ lz» dew Worte »uovv steht das n innerhalb des ti.I