Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
57
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einer Allegorie.

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daß dessen Bild in Marmor im Campidoglio undans lausend Münzen stehet. Er scheinet völlig ge-wafnet, als weil ihm der Plan dieser Wasserlei.-tur,g vorgeleget worden, da bereits das Signal zurSchlacht bei Actium gegeben war. Anstatt des HelmSsollte er eine coron» clnssic» tragen, die aus kleinenSchifschnäbeln zusammengesezet war, als dererste unter den Römern und unter allen Völkern,welcher dieses Ehrenzeichen erhalten.

K. 66. Das zweite Stük des zweiten Ab-schnitts dieses Kap>telS ist bestimmet, Anschläge zuiienen Allegorien zu geben, und hernach Erinnerun-gen über die Gedanken dieser Bilder, und über dieAusführung derselben. Mein Anschlag bleibet vor-nehmlich eingeschränket in Allegorien aus dem Alter-tume, welches uns neue Bilder geben muß, und ichschlage zu derselben drei Wege vor, von welchender erste ist, alten Bildern eine neue Bedeutungzu geben, und bekante Allegorien in neuem undeignem Verstände zu gebrauchen, und in diesem Ver-stände gehöret die Hälfte des BildeS dem, der esneu anwendet. ES kaii sich hier verhalten, wie mitAnwendung eines Verses aus einem alten Dichterin einem neuen und unerwarteten Verstände, wovielmals der zweite Gebrauch desselben schöner ist,als der Gedanke des Dichters selbst.

§.67. Der zweite Weg ist, Allegorien au»Gebräuchen, Sitten und Sprichwörtern des Altertums'/wen dieselben nicht sehr unbekaiit sind, zu ziehen.Man könte auf diesem Wege gewisse besondere Be-griffe sinlich vorstellen; z. E. ein Ding, welches neh-men kaii, wer es zuerst sindet, cetkit piimovccupavü,) sageten die Griechen, sprichwortsweise:-<?' weil sie die erste Feige, welche ab-gebrochen wurde, vor ein Bild des MercuriuSlegeten, welche nehmen kv»te,wer nur wollte. Nach