einer Allegorie.
Allegorie ist nicht weniger schlecht angebracht, alsvon Sannazaro in seinem Gedichte von der Ge-burt der gebenedeieten Jungfrau der Gott ProteuS,durch welchen der Dichter das Geheimniß der M e n sch-werdung verkündigen lässet.
§. In dieser Abhandlung übergehe ich mitFleiß gewisse bekante Symbola von Ländern undStädten, weil man dieselben in allen Münzbüchernmit leichter Mühe finden kaii; z. E. den Scorpion,als ein Zeichen von Afrikas) imgleichen der Ko »la-gen er: den Storch oder Ibis von Ägypten,den Pa l mb aum von Phö ni c ien, von welchemBaume oder vielmehr von der Frucht des-
selben, dieses Land benennet war; es ist auch dasKameel als ein Symbolum von Arabien betaut.^)Ich merke auch diejenigen Provinzen nicht an, diein ihren Figuren durch keine besondere Zeichen keilt-lich gemachet sind, wie es Gallien und Britan-
sreilich verwegen, den Mercur vor der Königin undzwei Kardinäle» in Staatskleidern, so leicht »ach seinergewöhnlichen Art eostunlirt austreten zu lassen; allein ausdiesem Einmischen mythologischer Figuren beruhet ebengrößtentheils das Poetische der Erfindung in den zur lu-xemburgischen Galerie gehörigen Gemälden, u»d wirzweisel»/ ob dieselben gewonnen hätten, wen alle mytho-logische Figuren weggelassen wären. Hinsichtlich ausAus-druk und Bedeutung ist das erwähnte Bild ohne alleWiderrede bortreflich, und salls noch der Mercur zuge-geben wird, welcher wenigstens in unsern Augen nichtgeschniakwidrig, sondern als Friedensbote vielmehrganz passend angebracht ist, so verdient das Werk, »achseinem ganze» Zusammenhange betrachtet, unter den wohl>gelungenen allegorisch historischen Darstellungen der »eu-eren Kunst eine ausgezeichnete Stelle, Meyer.
i) Viullaut. nuni. Imp. .11-^'. p. ig.
s) IXoriz ioz.
3^ 1i»vcrc. uum. Llirisl. lab. > c>. N. 7.