einer Allegorie.
nachzuahmen ist, als dasjenige/ was sich wenig äus-sert und nicht besonders bezeichnet ist/ welches sichin Abbildung der Ähnlichkeit der Personen zeiget.
§. 37. Bilder von Lastern finde» sich auf übriggebliebenen alten Denkmalen gar keine/ weil dieWerke der Kunst der Tugend / nicht dem Laster/geweihet sind/ und weil sonderlich der höchste Graddes Lasters der Vorstellung in edlen Bildern / wel-che allezeit die Kunst suchen soll, widerspricht. DieBilder einiger Laster bei alten Dichtern, wie derNeid ist beim Ovi diuS/ sind malerisch geschildert/würden aber kein Vorwnrf eines edlen Pinsels sein.
ß. 38. Von anderen Bildern allgemeiner Begrif-ft/ die von den Alten erfunden und angenommenworden/ sind einige nicht bcstimt genug/ und ande-re auf romischen Münzen können eher auf andereDinge/ als auf daS/ was sie vorstellen sollen/ ge-deutet werden. Von dieser Artist die Ewigkeit mitzwei Fruchthörnern in dem linken Arme und mit ei-ner Schale in der rechten Hand: eben so ist eS mitder Fröhlichkeit unter dem Bilde der CereS/welche anderwärts in der rechten Hand einen Kran;hält und in drr linken ein Ruder/ imgleichen mitder Göttin der Jugend/ welche durch die Schalein ihrer Hand nicht kentlich genug ist.. Man könteeben dieses sagen von der Ehre mit einem Zep-ter und mit einem Frnchthorne auf Münzen desGalba,i) und auf andern Münzen , imgleichen vondem Adel, als einer stekenden weiblichen Figur miteinem Spieße in der rechten Hand, nebst der In-schrift: ?) Wer würde in einer alten ge-malten Handschrift die Wahrheit, welche nebst,der Gerechtigkeit über dem Throne Kaisers Ni-
1) 1>isizr>, Comment. t. >. p.
2) Vailliint. nuru, Inip. nur. et arg. p. i g^