426 Geschichte der Kunst.
von Schlingen verstanden wird/ worin diese Thieregefangen werde»/ da dieser Scribent hingegen hatsagen wollen/ die Affen machen sich Schuhe vonStriken/ wie die Jäger. Die edlen Athenienscrtrugen einen halben Mond von Silber/ und einigevon Elfenbein auf den Schuhen/ nnd dieses auf derSeite unter dem Knöchel/ wie es scheinet; so wiedie edeln Römer einen Mond; dieses Kenzeichenaber bat bis izo sich noch an keiner einzige» römi-schen Statue gefunden. Ich finde weiter nichts an-zumerken/ als die Statue des Hadrianus in derVilla Albani/ welche mit einem Panzer barfußvorgestellet ist. Diese Statue ist von mir an einemandern Orte berühret/ und gezeiget/ daß dieserKaiser öfters in feiner Rüstung zwanzig Meilen zu Fußzu gehen pflegen/ und dieses barfuß.^) Diese Statueaber ist nicht mehr kentlich; den da man glaubte/den Kopf derselben zu einer andern Statue nöthigzu haben/ so wurde derselbe mit einem Kopfe desGeptimins SevernS verwechselt/ wodurch diebloßen Füße ihre Bedeutung verloren haben.
Z. 24. Handschuhe haben einige Figuren auf !Begräbnißnrnen in den Händen; welches wider denCasaubonuS zu merken ist/ welcher vorgibt/ daßweder bei den Griechen noch Römern Handschuhe imGebrauche gewesen.^) Dieses ist so irrig/ daß siegar zu HomeruS Zeiten bekant waren! den diesergibt dem LaerteS/ des Ulysses Vater/ Hand-schuhe.
§. 2,;. Ich merke hier als eine Zugabe an/ daßSchnupftücher wenigstens unter den Griechen nicht
1) <zuN8t. R.OM.
2) lV o Vr e d e zur Beschreib, d. geschnitt. Steine.)
4) Olsuo'lT'. 52. XXIV. V. 229.