6 Buch/ 3 Kap.
eine bisher nicht verstandene Stelle deSVirgiliuSzu erklären. Hn dem Hause der Villa Negronibefindet sich ein mänlich jugendlicher Kopf mit einerphrygischen Müze/ und hinten von derselben gehetwie ein Schleier herunter, welcher vorne den Halsverhüllet/ und das Kin bedeket bis an die Unterli«pe, auf eben die Art/ wie an einer Figur in Erztder Schleier geleget ist/ nur mit dem Unterschiede/daß hier auch der Mund verhüllet wird. Aus je-nem Kovfe erkläret sich der P a r i S des Virg i li us:
F/oeoma rnentum crinem^iiL
8ul>nixus —
Über welchen Ort man die vernieineten Erklärungenund Verbesserungen desselben bei den angeführetenScribenten finden kan.^)
tz. 2l. Die Bekleidung der Füße ist in Schu-hen und Sohlen / und deren Form und verschiedenenArt zu binden und zu schürzen/ so mancherlei/ daßwen jemand alles anzeigen wollte/ eine ziemlicheSchrift daraus erwachsen würde.
Z. 22. Ich begnüge mich hier zuerst von denSohlen die lächerliche Meinung anzumerken/ die je-mand über ein Kreuz hervorgebracht hat/ welchesauf einem alten abgebrochenen Fuße in dem Musesder vaticanischen Bibliothek/ auf dem Riemen zwi-schen der großen und der nächsten Zehe hing/ wosonst insgemein ein Heft wie ein Kleeblatt oderein Herz gestaltet ist. Dieses Heft vereiniget zweenRieme/ die von beiden Seiten des Fußes oben zu-sammenlaufen/ an dem Nieme zwischen gedachtenbeiden Zehen. Aus diesem Kreuze, da der Fuß in
1) ^'leoi'on!, 22t. p. 20.
2) !. v. 216.
.5) l'ui-neli. 1. 2A. c. 26. OLvznii elect. I. 1. c. 7.
x». ,7.