-'N8 Geschichte dcr Kunst.
ster beim Dpferschlachten (v>>iim->rii) über die Hüf-ten banden/ limus genant/ würde nicht zu berüh-ren gewesen sein/ weil derselbe aus vielen erhobe-nen Werken bekant ist/ wen nicht der französischeÜbcrsezer des Petronius einen solchen Schurz derPriesterin Enothea (incinct» ^u»<Irai.o für
ein Ceremonienkleid angesehen hätte. >) Da diePriesterin dieses i>»lli»in umgürtet hatte, so schei-net es mir kein Mantel zu sein/ als welcher niemalsgegürtet wurde.
ß. t6. Die Zieraten und Verbrämungen dermänlichcn Kleidung/ welche auf Denkmalen nichtsichtbar sind/ gehören nicht für diese Abhandlung;da sich aber auf einem alten herculanischen Gemälde/welches die Muse Thalia vorstellet/ ein vermeine-ter Clavus befindet/ so ist dieses wenigstens an-zuzeigen. -) Auf dem Mantel dieser Figur ist da,wo derselbe den Schenkel bcdekct / ein länglicher vier-ekichter Streif von verschiedener Farbe hingesezet/und die Verfasser der Beschreibung dcr herculani-schen Gemälde suchen daselbst zu beweisen/ daß die-ser Streif dcr ClavuS der Römer fei/ welches einaufgenähetes oder eingewürketeS Stük Purpur war,und durch dessen verschiedene Breite die Würde undden Stand der Person anzeigete. So viel habe ichzu erinnern gehabt über die Bekleidung des Leibes.
§. 17. Was endlich die Bekleidung und die Be-dekung der äusseren Theile des Körpers betrift/um von dem Haupte anzufangen/ so war kein Dia-dema unter den Römern im Gebrauche/ wie bei denGriechen / bei welchen diese Hauptbinden zuweilenvon Erzt gewesen sein müßen/ wie die Binde andem Kopfe eines vermeineten Ptolcmäus von
1) c> >34, x. 6/jZ.
2) kltture t>?i-col> t> 2> t»v> 3. p> lg. n> 2.