36» Geschichte der Kunst.
Benennungen besonders von dem Schleier der Jung-frauen gebrauchet wurden: das bekanteste Wort aberbei den Dichtern ist , l) und diese Tücher/
weil sie sehr dünne und durchsichtig waren/ wurdenmit Spinneweben verglichen.^) Solche von derKleidung abgesonderte Tucher/ das Haupt der Wei-ber zu bedeken/ werden zuweilen von den Scnbentenbemerket/ wie eS der weisse Schleier ist/ welchenMedea beiden, ApolloniuS über ihr Haupt hing:
und derjenige/ dessen eine griechische Sinschrift ge-denket; 4) ich weiß jedoch nicht/ ob Helena:
trurier» als eine Zeiertagssarbe zu den Römern gekoni-mcn. (Boß zu Virgils Land bau, IV. 42 — 45.Lrisson tle ritu nupt. p. i>Z.)
hieß iiberhauvt der Schleier der Nömerinen,ohne daß er, wie Fea wähnt, blos bei Trauer-fällen gebraucht worden wäre, (plant, Lpiä. Il, 2. Zo.ZVl^su,'. 8^bin. apud Oe!>. X. >5.) M e »e r.
1) ^clivl. öuppl. V. l2g. Lalalz. 1. 14. V. 4Z.
Ganz unbezweifelt hat die Bedeutung des
Schleiers bei Homer (1^. x. XXII
v. 406.); in den svätern Zeiten aber hat es nochandere und mehr umfassende Bedeutunaen erhalten,z. B. die der Hauben und Haubenneze, wieBöttiger in seinen Anmerkungen zur aldobrandi«Nischen Hochzeit, S. 150. bemerkt. Me»er.
Sie wäre/ von dem feinsten und durch«ichtigstcn Stoffe,wie unser Nesseltuch und Musselin von Baumwolle: b)'s-sus, oder unser Kammertuch: «>»<Ion, c.Ac«-v ge-
woben. Auch dieses wird offenbar an dem Schleierd er Braut auf der a I d 0 b r a n d i »i sch e 11 Hochzeit.Me >> e r.
Z) Argonaut, I, Z. v, gZ,j.
4) IZiunL^ii t. Z. s>, k>, >1. Z4.