Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
320
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Z2n Geschichte der Kunst.

mili'tnris, a,welches auch N0th IjS

der Augenschein lehret an den Statuen griechischerHelden: so ist in einer Abhandlung der griechische» IKunst in dieser Absicht vornehmlich von der Klei-dung des weiblichen Geschlechts zu reden/ mit wel-cher ich anfange. Was von der mänlichen griechi- !schen Bekleidung besonders anzumerken ist/ wird im !Folgenden bei der römischen Tracht mit anzubringensein/ wo ich von der mänlichen Kleidung bandele,so wie die weibliche Kleidung unter den Römern zu-gleich bei der griechischen berühret wird.

§. 3. ES ist erstlich von dem Zeuge/ zwei- ^tenS von den verschiedenen Stiiken, Arten,und von der Form der weiblichen Kleidung,und zum dritten von dem Schmuke und derZierlichkeit sowohl der Kleidung selbst als desübrigen weiblichen AnzugS zu reden.

§. 4. Die mänliche sowohl als weibliche Klei-dung bestehet aus dem Unterkleide und dem oberenGewände und in Absicht des ersten Punkts wird jeneöwenigstens im Sommer von Leinewand gewesen sein,da Leinenzeug eine gemeine Tracht war, und Per-ranlt urtheilet ohne Grund, wen er glaubet, An-gustuS habe in aller seiner Herlichkeit kein Hemdegehabt. Die weibliche Kleidung war theils vonLeinewand, oder von anderm leichten Zeuge undsonderlich unter den Römern in spätern Zeiten vonSeide, theils auch von Tuche; eS waren auch vonGold gewürkete Kleider bekaiit. Die Leinewand ist inWerken der Bildhauerei sowohl, als iu Gemälden,an der Durchsichtigkeit und an den flachen kleinenFältchen kcntlich, und diese Art der Bekleidung istden Figuren gegeben, nicht sowohl weil die Künst-ler die nasse Leinewand, mit welcher sie ihr Modell

i) 1^. Z.4. c. 6. scct 1 c».