6 Buch^ 6 Kap. 3^
! berühret haben. Einige behaupten/ daß die Pferdcdie Beine an jeder Seite zugleich aufhebe»/l)und so ist der Gang der vier alten Pferde zu Vene-dig/ der Pferde des Kastor und des Pollux aufdem Campidogliv/ und der Pferde des NoniuSBalbuS und seine» Sohns zu Portici vorgestellet.Andere halten sich überzeuget/ daß die Pferde sichdiagonalisch oder im Kreuz bewege»/^) dasist: sie heben nach dem rechten Vorderfuße den lin-ken Hinterfuß auf; und dieses ist auf die Erfah-rung/ und auf die Gefeze der Mechanik gegründet.Also heben die Füße das Pferd des MarcuS Au-relius/ die vier Pferde an dessen Wagen in erho-bener Arbeit, und die an dem Bogen deSTituSstehen. 4)
>) korell. <Ie motu arümsl, p-rt, I. c. 24. Lalll!»ucciz Vit<!t. 2. p. 59.
2) Geliere luuiil. pari. 2. Ictt. x. 666.
Z) Auf dem Campidoglio im Palaste der Confervatoren, undi» Kupfer gestochen von Bartoli. s^cliuirnixlztst». 3^.) F e a.
/,) kürtuli I. c. t->d. s. Eben so bewegt sich das Pferd vonBronze im Hofe des königlichen Museizn Porrici, dessenkurz vorher gedacht worden / und eben tiefe Verschie-denheit der Bewegung , welche der Autor in den anae-fuhrteu Pferden ündet, kau man an unzähligen andernbemerken, die auf Nasreliefs, Gemmen und Münzenvorkommen. Fea.
Den erwähnten Pfrrden Von guter antiker Arbeit,kan man »och das wringende Pferd beifügen, welchesman foust irrig als der Familie der Niobe angehö-rig betrachtet. Jezo steht es mit gutem Bedacht von derFamilie der Niobe abgesondert. Der Kopf ist geist-reich und die Bewegnng überhaupt lebhaft; um dieNase her ist es ergänzt; auch sind alle vier Beine samtdem Schweife neu. Ein noch schöneres Denkmal ähnlicherWinckelman. 4-