Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
288
Einzelbild herunterladen
 

288 Geschichte der Kunst.

genfüße gegeben hat: es wird daher dem Pan das Bei-wort straubhaar, beigeleget.^) Wenaber im Hohenliede die Haare der Braut mit Zie-genhaaren verglichen werden, ?) jst dieses etwa >von den orientalischen Ziegen zu verstehen, derenlange Haare geschoren werden.H

§. Haare, die auf beiden Achseln herunter-hängen, sind dem Apollo 4) und dem Bakchus ge-mein,^) und unter allen Gottheiten nur an diesenbeiden; welches wohl zu merken ist, weil dieselbenhieraus an ihren zerstümmeltcn Figuren erkant wer-den. 6)

§. ät. Lange Haare trugen Kinder bis zu denJahren der Jünglingschaft, wie man unter ande-ren erstehet aus der Nachricht des Suetonius

i) t. I. p. 1^7. n. Z.

2Z 4 K. t V. »Dein Haar ist wie die Ziege »Heer de, < die beschoren sind, auf dem Berge Gilead. " Me»er. '

Z) Lociiart. t. I. 1 .2. c. 5i. et V.

8-iIinas. il» 8olin. p. Z47/I

Die Ziegen aus Angura, dem alten Ancura inKleinasien. Amor et ri.

Von den Ziegen in Liicien bezeugt Älianus (6e n.1t.»niiilsl. I. >6. c. Zo ), daß sie sehr lange und krauseHaare hatten, aus welchen man Seile und auch Mil-zen verfertigte. Fea.

Apollo im Museo Cavitolino (t. Z. wv. i'j.) hän<gen die Haare in zwei langen Loken zwischen dem Halsund den Schultern herunter. Fea.

6) üurip. in Laccl>. V. 455. 8enec. Ilixpol. V. 7Z1.v. 417. Fea.

Durch diese Bemerkung über die Haare ward auch Vis-conti angeleitet, den Bakchus in den» Sturz einerStatue im Museo P i 0-Cle m e n ti n 0 zu erkennen, 5Fea.

(Man sehe 5 B. t K. 2t §.Z