196 Geschichte der Kunst.
fein/ welche unverdiente Ehre diese Personen beiden Griechen erhielten/ so daß sich verschiedene grie-chische Sinschriften auf Statuen derselben finden.Die eine entblößete Brust an solchen Statuen istein sicheres Kcilzeichen/ dieselbe nicht auf gedachtezwo Musen zu deute»/ weil solche Entblößung anMusen wider den Wohlstand sein würde.
K. 7. Der höchste Begrif dieser Grundsäze/sonderlich der Nuhe und Stille / findet sich in den Fi-guren der Gottheiten auSgedrüket/ so daß die Bilderdes Vaters der Götter bis auf die subalternenGötter ungerühret von Empfindungen sind. Alsobildet uns der große Dichter seinen Jupiter/welcher allein durch das Winken seiner Augen-braunen und durch das Schütteln seinerHaare den Olympus bewegete;?) und s»ungerühret von Empfindungen sind die mehresten Bil-der der Götter; daher die hohe Schönheit dem an-geführeten Genius in der Villa Borghese nur indiesem Zustande zu geben war.
aus Evheublüthen, und sagt sodan weiter von ihr:» Sbschon iie in den Formen das Edle und Schlanke nicht„hat, welches man in andern noch vortreflichern Scnl»-„ turen wahrnimt, so ist ste doch unter die Meisterstükezu zählen, wegen der Wahrheit, Anmuth und Weich-heit, womit die Gestalt und Züge einer schönen Frau„nachgeahmt sind, welche vielleicht in den campauischen„Lustörtern, der Gegend, >vo das Monument entdekt„ worden, einst mit ihren Reizen die wohttiistigc Menge„ bezaubert hatte. " Meye r.
Lrnnclvii t. 2. zi, 207. n. Z. p. 277. n. 7.
t. Z. z>. 104. n. 5. 6. 7. x. io5. n. g— 10. Meyer.
2) I. v. 28 — 3c>. Horst. III. 1. v. L. <7ll»c/a ^u-
Z) tüber diese» Genius sehe man 5V. t K. 12 §.N 0 te. ^