592 Geschichte der Kunst.
perS geschiehet. Auf das eine sowohl als auf dasandere kan gedeutet werden / was Aristoteles andes Z eu x i s Gemälden auSgesezet hat/ nämlich: daß .sie ohne „Z-s?, ohne AuSdruk gewesen/^) worüberich mich i» der Folge erklären werde.
§.>?. Der AuSdruk im engeren sowolil als wei-teren Verstände verändert die Züge des Gesichts'/und die Haltung des Körpers / folglich die Formen,welche die Schönheit bilden/ und je größer dieseVeränderung ist/ desto nachtheiliger ist dieselbe derSchönheit. In dieser Betrachtung war die Stilleeiner von den Grundsäzen/ die hier beobachtet wur-den/ weil dieselbe nach dem P lato als der Zustandbetrachtet wurde/ welcher das Mittel ist zwischen demSchmerze und der Fröhlichkeit; und eben deßwegenist die Stille derjenige Zustand / welcher der Schön-heit/ so wie dem Meere/ der eigentlichste ist/ und dieErfahrung zeiget/ daß die schönsten Menschen vonstillem gesitteten Wesen sind. Eben die Fassung wird ^in dieser Absicht in dem Bilde sowohl als m dem/der es entwirft/ erfordert: den es kan der Begrifeiner hohen Schönheit auch nicht anders erzeugetwerden/ als in einer stillen und von allen einzelnenBildungen abgerufenen Betrachtung der Seele. Aus-serdem ist die Stille und die Ruhe im Menschen
,) ?vet. c. 6. In, z>. 7. init.
Die Alten unterschieden in dem Ausdruke den Charak«ter: »Z-i?, oder den habituellen Grund ton derSeele/ und ihre Veränderungen oder Leidenschaf-ten: A-ÄZ-I,?. (Lic, <I« vi'üt. I. Z. c, 57 —5g. <)uin-til. I. 6. c> 2. n. 3 —9.) Meyer.
2) lMan vergleiche die vorläus, Slbliandi. 4 K. 23§, ^G 0. K. Z B- 3 K. 14 §. S B. ZK. 25 — 2Üs )
3) Oe !. 9. x>! 333.