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älteren Style der Kunst gewöhnlich war, wie ichunten anzeigen werde, so könte man muthmaßen,daß des' KtesilauS Amazone, die über desPolykletuS und des PhidiaS Amazonen denPreis erhielt- den nachfolgenden Künstlern zumMuster gedienet habe. Der Blik der Amazo-nen ist nicht kriegerisch noch wild/ sondern ernst-
noch keine Covie derselben bekaüt. Von den Werkendes Cudon und Phradmon fehlen uns umständlicheNachrichten, und so können wir die etwa noch vorhan>denen Nachbildungen nicht erkennen. In gleichem Fallebefinden wir uns auch in Hinficht auf eine sechste be-rühmte Amazon e aus Erzt von Stro » g »lion gearbei«tet, welche wegen der fchone» Beine den BeinamenEuknemos erhalten hatte, (pliu. I. g. i<). 11.21.)
Beiläufig verdient noch angemerkt zu werden, daß auchÜlniazonen zu Pferde in verschiedenen Stellungenvorkommen, wie z.B. hcrculanische B ro n z e (Nus.Lrcol. l, 6. tliv. «iZ — 64.) und in Marmor die imharten der Villa Borghese, welche auf einen Krieger«»sprengt, der aus seinem einen Kniee liegend mit Schildund Schwert sich gegen sie vertheidigt; unter dem Pferdesizt ganz zufammengekrümt noch ein anderer Krieger unddient der Amazone zum Halt. Im Palaste Far nefebefanden sich sonst ein vaar einzelne Figuren vou A u> a-iouen zu Pferde. Von denicnigen Amazonen, welchehäufig auf erhobenen Arbeiten, gefchnittcnen Steinen undVafengemälden fich erhalten habe», ist nach unserm ge>genwärtigeu Zwek nicht erforderlich zu reden. Meyer.») plin. I. c. 3. 5ect. 19. init.
In dieser wahrscheinlich von dem Autor btrüksichtig-ten Stelle erzählt Plinius, daß die Künstler, inAufehung der Bildung der A mazone », dem P 0 l»klctden erstell, dem Plndias den zweiten, dem Kte-silans den dritten, dem C»don den viertenund dem Phradmo» den fünften Plaz nach denVerdiensten ihrer Arbeit eingeräumt. — Der Autorhat also hier dem Plinius, wen er diesen anders imSittne hatte, ei»en unrichtigen Sin unterlegt. Meyer,