L is Geschichte der Kunst.
rigen Glyeera die Schönheit eines jungen Men-schen sein sollte/^) und also ist er auf einem Car-niole des stoschischen Musei geschnitten.^) Meh-rentheils aber wächset dessen Stirn an mit einerrundlichen feisten Völligkeit/ welche den Augen-knochen wölbet und gleichsam aufblähet/ zu Andeu-tung seiner Stärke und beständigen Arbeit in Un-muth, welche/ wie der Dichter saget/ das Herza ufsch wellet.
§. 20. Herkules ist sonderlich an seinen Haarenkentlich/ welche kurz und kraus und über der Stirnein die Höhe gestrichen sind/ und dieses Kenzeichenkomt sonderlich bei einem jungen Herkules zustatten. Den ich habe bemerket/ wen man Köpfezunger Helden für einen Herkules nehmen kön-nen/ daß sie bemeldete Haare alSden unterschiede»haben / und eben diese Bemerkung sowohl von denHaaren des Herkules überhaupt/ als sonderlichder Haare der Stirne lässet die Benennung einesHerkules nicht zu an dem Rumpfe einer kleinen
Kenzeichen der Pankrati asten hält; doch haben siediesen Charakter noch nicht ganz, sondern man sieht nurdie Neigung oder den Ansang dazu. Derjenige, welcheran diesem Monumente, die Nase plumv ergänzt, magauch von dem beschädigt gewesenen Kinne, und von derUnterlive abgearbeitet haben, daher diese Theile, obschonsie nicht eigentlich neu sind, doch gegen das übrige ab-stechen.
Einer sehr schönen Herme des jungen Herkules imMuseo P i o-C l e m en ti n o wird weiterhin lZ B. S K.Z5 §^! Meldung geschehen. Me»er.
1) Lilien. I. iZ. c. s. sr>. S4. Man sehe den t Band 27S S>z
2) s2 Kl. 16 Abth. 167? Num.ü
Z) Ix. I. IX. >. 849 — ei 642. Diese Stellen scheintd«r Autor im Sinne gehabt zu haben. Me » e v.