Geschichte der Kunst.
idealischer Schönheiten hinüber zu der Natur tdlerThiere/ so daß sie nicht allein die Formen der mensch-lichen GesichtSbildung mit der Gestalt des Haupteseiniger Thiere in Vergleichnng stelleten: sondern sieunternahmen sogar ihre Bilder auch durch Thiere zuveredlen und zu erhöhen. Diese Bemerkung/ welchedem ersten Ansehen nach als ungereimt angesehenwerden köiite, wird gründlichen Beobachtern unstrei-tig in die Augen fallen/ vornehmlich in den Köpfendes JupiterS und des Herkules. Den, betrachtetman die Bildung des'Vaters und des Königsder Götter/ so erscheinet in dessen Köpfen dieganze Gestalt des Löwen, des Königs der Thiere/nicht allein in den großen und rnnden Augen/ >) i»der Völligkeit der anwachsenden und gleichsam ge-schwollenen Stirne und in der Nase/ sondern auchin den Haaren/ die gleich den Mahnen der Löwenvon dessen Haupte herabfallen/ von der Stirne abersich erheben und getheilet in einem Bogen sich wie-derum beruntersenken/ welches kein Haarschlag amMenschen/ sondern gedachtem Thiere eigen ist. 2)
1) An Juvitersköpsen sind die Augen zwar groß undgeösnet, aber nicht rund, so daß sie sich in diesemBetracht der Bildung bei Löwe» weniger nähern als manaus des Autors Worten vielleicht schließen möchte. Me»er.
sStirn und Hagre zweier vorzuglichen Kövse Jupi-ters sind unter Numero ZZ und Z4 der A b b i ld u ng en.Z
2) Fea bemerkt, der Autor habe bei dieser Erklärungvornehmlich einen aus Agathonur bochgeschnittenen Ju-piter skovf im Auge gehabt, welche» der CardinalAlexander Albaili eben damals aus Frankreich er-halten und später wieder dahin zurnkgesendet. WenWinckelman aus gedachten Cameo, als aus eine Vortres-liche Arbeit Niikficht »ahm, und die Abbildung, welcheFea (t. i> x, Z^?>) von demselben in natürlicher Größegegeben, richtig ist: so kai: vielleicht die im Allgemci-