Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
50
Einzelbild herunterladen
 

60 Geschichte der Kunst.

hci't in ihrem Verstand-/ wie das Auge gewöhnetworden/ dieselbe zu betrachten und nachzuahmen;welche unrichtig werden/ da die mehresten nach un-vollkommenen Mustern zeichnen.

K. 16. Es' ist auch sehr wahrscheinlich/ daß beiKünstlern/ so wie bei allen Mensche»/ der Begrifder Schönheit dem Gewebe und der Wirkung derGesichtsnerven gemäß sei/ so wie man aus dem un-vollkommenen und vielmals unrichtigen Colorit derMaler zum Theil auf eine solche Vorstellung undAbbildung der Farben in ihrem Auge schließen muß;den was dieses' betrist/ ist der Schluß/ welchen dieSecte der Zweifler in der Philosophie von der ver-schiedenen Farbe der Augen sowohl bei Thieren alsbei Menschen/ auf die Ungewißheit unserer Keiitnißder wahren Beschaffenheit der Farbe dieser oder je-ner Vorwürfe machete/ nicht ohne Grunds) S»wie hier nun die Farbe der Feuchtigkeiten des Augesals die Ursache könte angesehen werden: eben so wirdvielleicht in der Beschaffenheit der Nerven der ver-schiedene Begrif der Formen liegen/ die die Schön-heit bilden. Dieses wird begreiflich auS den unend-lichen Geschlechtern der Früchte und aus den unend-chen Arten ebenderselben Frucht/ deren verschiedeneForm und Geschmak sich bildet und erwachset durchdie mancherlei Fäferchen / aus welchen die Nöhreirgewebet und verschränket sind/ worin der Saft hin-aufsteiget/ geläutert und reif wird. Da nun einGrund von den mancherlei Eindrükcn auch bei denen,

Sie schloße» aus dcr verschiedene» Farbe der Augen,daß auch das Auffasse» dcr Farbe» verschiede» sei»müke, F?a.

sMan vergleiche die Abhandlung von der Fähig-keit der E >» v find» n gdes Schone»/ h.! Z.Z