Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
43
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4 Buch, 2 Kap.

llling gleichsam zur Wirklichkeit gebracht/ wen ichmir alle Nachrichten von Statuen und Bilder»/ undzugleich alles/ was von diesen übrig sein kan /nebst der unendlichen Menge erhaltener Werke derKunst auf einmal gegenwärtig vorstelle. Ohne dieseSamlung und Vereinigung derselben wie unter e i-nen Blik ist kein richtiges Urtheil zu fällen: weilaber Verstand und Auge alle Werke samlet und ineinen Raum zusammensezet/ so wie das Auserle-senste der Kunst in dem Stadio zu EliS in vielenReihen geordnet stand/^) befindet sich der Geist wiemitten in denselben.

§. ^>. So wie aber niemals ein vernünftigerSterblicher in neuern Zeiten bis nach Elis durchge-drnngen ist/ um mich der Worte zu bedienen/ mit wel-chen ein erfahrener Gelehrter^) der Altertümer michzu dieser Reise aufzumuntern gedachte: eben so we-nig scheinen unsere Scribenten über die Kunst/ wiesie hätten thun solle»/ ) sich in den Zustand versezetzu habe»/ sich in dem Stadio an diesem Orte zu finde»/und von allem vor einem ProxenideS gründliche Re-chenschaft geben zn wollen; diesen Tadel kan ich vordenen/ die jene Schriften gelesen habe»/ behanvten.

Z. L. Wie ist es aber geschehen/ da in allenWissenschaften gründliche Abhandlungen erschienensind/ daß die Gründe der Kunst und der Schön-heit wenig untersuchet geblieben. Mein Leser!Die Schuld davon lieget in der uns angeborenenTrägheit/ ans uns selbst zu denken/ und in derSchulweisheit. Den anf der einen Seite sind diealten Werke der Kunst als Schönheiten angesehen

j) Der Autor scheint an PainaniaS (I. L, «. 21.) ge-dacht zu habe». Meyer.sMan vergleiche 7 V. 2 K. Z2 §

Z) Miedesel.)

Z) Man sehe oben i B> l K> 24 K.Z