Beilage n. zur Seite 406.
sEinkgeAnmerkungen »ber die verschiedenenArten der alten Gefäße in gebranter Erde werdenhier nickt am unrechten Örte stehen, Z
Man hat versuchen wolle»/ die Gesäße »ach ihrer ver-schiedenen Form zu ordnen, woraus aber kein wesentlicherVortheil, sondern vielmehr das übel entstanden ist, daß gutund schlecht bemalte Stüke, auch an Farbe und Glasur ein»ander ganz unähnlich«, zusanimengekommen. Noch »lehrMiihe, aber fruchtlos, hat man sich gegeben, zu erforschen,woher jede der in Hinsicht au» Erde und Fabrication so ver-schiedenen Arten der Gesäße eigentlich stamme. Wir wisse»,daß bei den Alten die Gefäße von Adria und Arezzo ge>schäzt waren, und so mochte es vielleicht zur uuzwcifelhastei,Bestimmung des hetrurifche» Kuiistgefchmaks dienen, wen be>sonders die wahre Art der alten Gefäße vo» Adria u»d Arezzonäher bekaiit wäre. Den es ist wenigstens wahrscheinlich, wengleich nicht geradehin ausgemacht, daß ste mit Malerei odererhoben gearbeiteten Zieraten versehe» waren.
Wir wollen u»scri»Zwek gemäß blos melde» , was unsin Nüksicht der verschiedenen Arten, oder, wen dasWort erlaubt ist, der verschiedenen Familie», inwelche die alten Gefäße von gebranter Erde sich zu theilenscheinen, bekaiit ist. Alle bemalten Gefäße, welche ein hohesAltertum verrathen, haben schwarze fi lhou ette n ar tig eFiguren und Zieraten aus den bloßen Thon gemalteohne weitere Grundfarbe, oder übergezogene Glafur.Diese einfache Weise ka» ohne Zweifel für die erste und äl-teste gelten, und ward, wie ma» sieht, »och beibehalten,als bereits ei»e zierlichere Behandlung erdacht und in Aus-übung gekommen war, wie ans vielen Stüken, besondersSchalen, Svfevkriiglcin und dergleichen erhellet, die allen».Anscheine nach erst in der spätern Zeit verfertigt sind. Zu-weilen siudet sich sowohl an ältern als an jünger» Gefäßen