Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
417
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Numero l

Au,'noch andern, vermuthlich später als diese gearbeitetenhetrurifche» Grabunien, ist die bekante Grupe von Amor»md P sv ch e verfchiedenenial angebracht; auf einer, ebenfallsaus später Zeit, lind wir der Jagd des k al >> d o n i sch e >»Ebers ansichtig geworden, auf ander» noch anderer Dar-stellungen, von denen man mit Grunde auf griechische Mu-sterbilder schließen kaii, oder was für uusere Behauptung imGrunde ganz einerlei wäre, daß hetrurifche Künstler mit demEesckimak und den Sitten der Griechen vollkommen vertrautgewesen, unö sich um die Nachahmung derselben angelegent-lichst bemüht hätten.

Noch ein Beweis der Nichteristenz eines eigentümlichenStyls in der hetrurifchen Kuust köute daher genommen wer-den, daß nicht aliein das Griechische, sonder» auch an-deres Fremde, leichten Eingang und Nachahmung gefun-. den hat; de» es gibt unstreitig hetrurifche, den ägyptischenGefchmnk nachahmende Werke. Wir selbst haben in derflorentinifckien Galerie zwei, zufolge eingezogener Nachrichtenin Tofcana auSgegrabene Gefäße diefer Art gesehen, vonschwarzer gebrauter Erde, theils mit flach erhobenen und mitvertieft gerissene» Figuren geziert, (man fehe die Ab b i ld u n g enderselben unter Numero ZZ. ». I>>) wie auch an eben demOrte zwei unförmliche Kanoven ebenfalls in gebranter Erde.

Dieses ist nun unsere aus Anschauungen abgeleitete Mei-nung über die Kunst der Hetrurier, über den Gefchmak undWerth ihrer auf uns gekommenen Monumente, und wirglauben, daß uns dabei durchaus kein Widerspruch gegen diegefchichtlichen Forschungen, die von Seite der Gelehrten an-gestellt worden sind, könne zur Last gelegt werde». Zwarentgeht uns ebenfalls nicht, daß der Gegenstand, von demwir gehandelt haben, folclier Art ist, wo nie alte» Zweifelngättzlich begegnet, der Raum für Einwendungen Völlig benom-men werden kaii, und daß wir auf jene mehr mit Vernu»ft-grüiiden als mit Thatsache» antworten, diesen vielleicht bloßeVermuthungen und Wahrscheinlichkeiten würden entgegc».seze» »niße». Aber wir wissen auch, daß eben in dunkelnFällen, wie diefer ist, die Wahrscheinlichkeit ein Recht gibtzu glauben, und bei dem Glauben fo lange zu verharre», bisiemand klarere Ansichten zu verfchaffe» und den Irrtum »ach-^ zuweise» im Stande fein wird. M e» er.