Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
416
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Beilage

werden, und dürste folglich, nach Vorausgesezter Einwirkungder griechischen ans die hetrurische Kunst, zu der Zeit verfer-tigt sein, da in jener der große Geschmak hcrschend war.

Nach vielfältig von uns angestellten Beobachtungen anden spätern Denkmale» der Hetrurier beflissen sich die Bildnerdieses Volks, die hier und dort versuchte Einmischung ihres eige-nen Costüms abgerechnet, nicht nur des griechische» Kuustge-schmaks, sondern ahmten überall, wo sich Gelegenheit fand,auch griechische Muster nach. Die bekante Chimära istdurchaus dieselbe, die wir so ost ans griechischen Arbeiten er-bliken; ja, sie würde ohne allen Zweifel für ein griechischesWerk gelten, wen nicht die ringegrabenen Buchstaben und derUmstand, daß sie zu Arezzo gesnnden worden, ihre hetrurifcheAbkunft glaublich machten. Das Gleiche kau man anch sagenvon einem l?70 in der Gegend von Corneto entdekten, ieztin der vaticanische» Bibliothek aufbewahrten fizende»Kinde von Erzt und in Lebensgröße (die Abbildung desselbenbei Fea, t. >, x. Z >2.), welches ohne die am Halse hängendeBulle und vornehmlich ohne die auf dem Arm cingegrabeiichetrnrische Schrift wohl schwerlich für ein Denkmal derKunst dieses Volks dürste erkaiit worden sein, und so ist esferner mit einer große» Anzahl, ja, man köiite fast sagenden meiste» Eraburnen desselben beschaffe», auf welche» ganzbestimt Nachahmungen griechischer Vorbilder bemerkt werde»können. Dahin rechnen wir z. B. die so ost wiederholte Dar-stellung des mir der Pflugscharr fPflngsterzeZ bewafneten Hel-den sEchetlnsZ; den Kam»» des Eteokles mit deinPol»nikes; Ulysses, der bei den Sirene» vorüber-schift, und dergleichen mehrere. Daß die Erfindungen andiefen Werken griechisch sind, schließen wir auS dem vollkom-men nnvcrmischte» griechischen Softüm in dciiselbe»; und daßberühmte Kunstwerke zum Muster gedient, scheint sich ausde» das Verdienst der Ausführung weit übertreffenden Gedan-ken, dem Geschmak und der Kunst in der Anordnung zu er-geben. Der erwähnte Kampf des Eteokles uud desPolynikes mit den ihnen zur Seite stehenden Furien,wovon, beiläufig zu sagen, anch noch einige Wiederholungenebenfalls anf hetrurische» Grabnrnen von gebraiiter Erde imInstitute zu Bologna aufbewahrt werde», verdient, abge-sehen von der Arbeit, blos den poetischen Werth der Erfin-dung, die einfache Zierlichkeit der Conipofitio» in Anschlaggebracht, unier den rreflichsten antiken Monumente» eine Stelle.