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so verstand es doch die Kunst nicht eigentlich zu pflege»/ zuerziehen, u»d nie hatte sich dieselbe in Hetrurien einer sol-chen allgemeinen Liebe, Zuneigung und weiten Wirkungs-kreises zu erfreuen, wie in Griechenland, woher es wahr-scheinlich gekommen, daß die Künstler den bequemen Weg derNachahmung gewählt, um eigentümliche Ausbildung sich we-nig bemüht und so bei einer leidlichen Mittelmäßigkeit stehengeblieben sind: ein Fall, der unter ähnlichen Bedinguugc»sich überall ereignet hat, überall ereignen wird. Die aller-ältesten kleinern Gözenbilder, eingestochene Figuren aufSpferschalen, und dergleichen Werke der Hetrurier stud Un-gestalten, wie es die ansänglichen Versuche zu bilden beiallen Völker» gewesen sind. Sodaii schritten sie weiter, un-gefähr aus eben dem Wege, den die Grieche» eingeschlagen,und Winekel m a ii s Bemerkung, das alte hetrurische Arbeitenden alten griechischen ähnlich seien, findet sich Vollkommenbestätigt in einem silbernen Gesäß und in dem Fragment ei-nes in seinen Sandstein gearbeiteten Basreliefs, beide in derflorentinische» Galerie befindlich: Werke, dene» nian »»be-denklich ein hohes Alter zutrauen kan; beide zeigen ganz denGeschmak oder die Manier der uralte» griechische» Werke.Die eingestochene» Figuren an dem silberne» wie ei» kleinerKessel gestalteten Gesäße, sehe» den schwarzen filhonettenarti-ge» Figure» uralter Gesäße in gebrauter Erde ähnlich. Diesechs Figure» des Basreliefs kommen ebenfalls mit den älte-ste» griechifche» Werke» dieser Art irberei», find alle i»'sProfil gestellt, lang »»d hager; fie scheinen, da die sämtlichenKopse nituiqel», welche vermuthlich zu groß waren, an Körperund Gliedern nicht übel provortionirt, die Musenlatnr ist kräfttig angegeben und so ziemlich verstanden; auch komme» Händemir steif ansgestrekten zusami»engehaltc»e» Finger» zumVorschein; indessen ist die Arbeit roher, Geist und Charakterdes Ganzen barbarischer, und das Costüm der Figuren einanderes.
Äussert sich nun an diesem uralten Produkt der hetruri-sche» Kunst ei» Zurükbleibe» gegen ungefähr gleichzeitige grie-chische Werke, so wird niir den» allmählich fortschreitendenGeschmak, Fertigkeit und Keutnisse», der Unterfchred zumNachtheil von jener immer größer.
Die oben erwähnte Wölfin Von Erzt im Capito-lio, läßt bei aller Robheit und steife» Mamcr doch die Ab-sicht des Großen i» der Form, der Kraft im Ausdruk gewahr