Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
413
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Numero i

413

Länder der hetruriscke Staat, oder vielinehr Staatenbund«ich bildete, welcher etwa 800 Jahre vor Christi Geburt, oderum den Anfang der Olympiade», zwöls Colonie» nach Cam»panie» sandte, die daselbst Capua nebst andern Städten er-bauet?»; dock hatten die Grieche» schon mehr als 20l> Jahrefrüher in eben dem Lande Kuma gegründet, wie auckNeapel; sodan fingen sie um die S oder lt Olympiade an,Sicilien und das untere Italien mit Colonien zu belegen,woher es den hockst wahrsckcinlick ist, daß jenen in Campa-»ien angesiedelten Hetruriern jeder Fortschritt in den Künstenvon den nahe wohnenden Grieche» mitgetheilt worden, undsie sich denselben in Hinsicht des Geschmaks werden assimilirthaben; wenigstens sind gar keine Spuren Vorhände», welcheeine solche Vermuthung auch nur im Geringsten zweifelhastmachen könten.

Gerade um die Zeit, da die Kunst sowohl in Griechen-land selbst, als bei den italischen Griechen im kräftigstenAufblühen war, verringerte sich die Macht der Hetrurier inCampanien in der 85 Olympiade, und ging in der ssülympiade Völlig zu Grunde. Sind also, woran keineswegszu zweifeln ist, ältere Monumente der bildenden Kunst vonden in Campanien ansässigen Hetruriern noch vorhanden, sowerden sie sich im Style nickt von denen untersckciden, welchein den benachbarten griechischen Städten, oder überhaupt imganzen untern Theile von Italien, zu gleicher Zeit verfertigetworden, und wollen wir nun darauf ausgehe», im Allgemeineneinen eigentümlichen, oder wenigstens das am »leisten Eigen-tümliche des hetrurischen Gefchmaks anszufucken, so werdenwir solches wohl am sichersten im alten Hetrurie» selbst, be-sonders an den dort entdektc», mit Schrift bezeichneten Denk-malen antreffcn.

Daß der Mutterstaat der Hetrurier, nack der oben an-gegebene» Zeit deS Verlustes der Coloniestädte in Campanien,bei immer abnehmenden Kräften noch etwa 12l> Jahre be-standen, und alsdaii uuter die Herschast der Nömer gerathen,haben die Leser bereits »on dem Autors erfahren; wir kön-ne» daher ohne weiters die nähere Entwikelung unserer Ansichtenüber die Beschaffenheit, den Geschmak und Werth der hetru-rischen Kunst beginne» , wobei es sich von selbst versieht, daßvornehmlich nur die allerzuverläßigsten Denkmale dieses Volks>n Betrachtung kommen werden.

Alles ernstlich und unparteiisch erwogen, will es uns