ZSZ Geschichte der Kunst.
Ken mit mehreren Farben gemalet/ findet man ver-schiedene in den Samlungen; das eine von diesen,und zugleich eine» der gelehrten Gesäße in dem Museodes Herrn Mengs in Rom, ist eine Parodie !>erLiebes desZupiters und der A lkmena, das ist: esist dieselbe in's Lächerliche gekehret und aus eine komi-sche Art vorgestellet; oder man köute sagen, es seihier der vornehmste Ausritt einer Komödie, wie derAmphitruo des Plautus ist, gemalet. A l k-niena siehet aus einem Fenster, wie diejenigen tha-ten, die ihre Gunst feil hatten, oder spröde thunund sich kostbar machen wollten:^) das Fenster stehethoch, nach Art der Alten. Jupiter ist verkleidetmit einer bärtigen weissen Larve, und trägt denScheffel (moclius) auf dem Haupte, wie SerapiS,welcher mit der Larve aus einem Stüke ist; es trägtderselbe eine Leiter, zwischen deren Sprossen erden Kopf hindurch steket, wie im Begriffe, das Zim-mer der Geliebten zu ersteigen. Anf der andernSeite ist MercuriuS mit einem diken Bauche,wie ein Knecht gestaltet, und wie Sofia beimPlautus verkleidet; er hält in der linken Hand
ganzes Leben war von Kunst und Geschmak durchdrungen,und in den geringsten Denkmalen sind mit der höchstenZweimäßigkeit die Schönheit und Anmuth aus's gefälligsteverbunden. Kurz, ein belebender Hauch der Kunst hatalles angeweht, was aus dem gebildeten Altertume her«riibrt. Dieser mangelt unserer Zeit, und ihm solltenwir nachforschen. Mever.
1) sDenkmale, Numero lSv.Z
2) Auf den mit mehreren Farben bemalten Gefäße» wur-den die zarten bunte» Farben erst aufgetragen, nachdemdas Gefäß schon einmal gebrant war. Aus dieser Ursachehabe» sie sich gewöhnlich mit dem Thone »icht vollkommenfest vereinigt, blättern leicht ab, oder können abgekraztwerden. Amorerti.
Z) llcills. lect. I'licocrit. c. 7. x. 3>7- col. I. xriuc.