3 Buch, 4 Kap. 3ö6
fts kau man schließen zum ersten aus dem Gemälde,als welches insgemein auf der einen Seite besser alsauf der andern ausgeführet ist/ so daß die geringereSeite gegen die Mauer gestellet worden. Unläugbaraber ist dieser Gebrauch aus der Form einiger Gefäßeselbst/ die keinen Boden haben/ noch jemals ge-habt haben / wie sich dieses an einigen der größtenGtüke der gedachten hamilto »isehen Samlungfindet.^) AuS den häufigen Figuren/ welche ein
welche bald mit Erstlingen der verschiedenen Ärnten ge>füllt, bald auch nur leer, um in den Tempeln zumZierat zu dienen, dargebracht worden. Daher kommees, daß man so oftBakchusfeste, Thaten desHerknles,Liebesgeschichten Jupiters und dergleichen aus densel-ben vorgestellt sehe. Längs der Mauer des Tempels sei,um solche geweihte Gesäs.e auszustellen, eine Art vonRepositorium angebracht gewesen, und weil, alsoausgestellt, immer nur eiue Seite gesehen werdenkoiite, so ergebe stch daraus die Ursache, warum dieRük-seite stets entweder flüchtiger behandelt worden, oderauch wohl ganz leer gelassen sei. Ausser diesen Votivge-faßen wären andere von verschiedener Größe und Formbei den Opfern gebraucht worden, noch andere hättenin den Bädern gedient, Salben aufzuheben. A moretti.
Es läßt stch mit Grund dagegen einwenden, daß alle,auch die größten und schönsten nicht ausgenommen, ausGräbern hervorgezogen worden, wohin schwerlich Weih-geschenke aus Tempeln gekommen sein dürften. Die vonneuern Forschern ausgestellte Vermuthung, sie seien denJünglingen zum Andenken, wen sie das mänliche Gewanderhielten, und in die Mvsterien des Bakchus einge«weiht wurden, gegeben und später mit in das Grabgelegt worden, scheint allerdings annehmlicher. Meyer.
t) Daß die schönen nnd großen Gefäße nicht zum Zieratin den Privathänsern dienen koiiten, will Hancar-ville daraus schließen, daß die gewöhnlichen Zimmerder Römer zu eng gewesen, als daß so große und so zer-brechliche Gefäße daselbst nicht hätten Unbequemlichkeit