Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
390
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Geschichte der Kunst.

Form auf demselben gemalet/ und stehet/ wie aufeinem kleinen Hügel/ welcher vermuthlich ein Grabvorstellen soll/ wie die Gräber der ältesten Zeitenwaren; auf der einen und auf der andern Seitegedachten Gefäßes stehet eine junge mänliche Figur/welche/ ausser einem auf der Schulter hängendenGewände/ und einem Degen unter dem Arme hin-auf/ nach Art heroischer Figuren (der Degen Heissetalsdan 2) nutend >st> »nd ich bin der Mei-

nung/ daß dieselben den Orestes und Pyladesbei dem Grabe Agamemnons vorstellen.

§. 28. Es fanden sich solche Gefäße sogar inden Grabmälern/ die mitten in den tifatischenGebirgen gelegen sind/ und zwar an zehn Miglienoberhalb der alten Stadt Capna/ nahe an einemOrte/ welcher Trebbia heisset/ und wohin mandurch ungebabnete mühsame Wege gelanget. DieseGräber ließ Herr Hamilton/ großbritanischer Mi-nister zu Neapel/ in seiner Gegenwart eröfne»/theils um die Bauart derselben zu sehen/ theils umzu versuchen/ ob sich auch in Gräbern an so un-wegsamen Orten dergleichen Gefäße fänden. DieEntdekung des einen dieser Gräber wurde von die-sem Liebhaber und Kenner der Künste auf dem Or-te selbst gezeichnet/ und man siehet diese seine Zeich-nung in dem zweiten Bande der großen Samlungseiner Gefäße in Kupfer gestochen. Das Geripedes Verstorbenen lag auf der bloßen Erde ausge-strekct/ die Füße gegen den Eingang des Grabeszugekehret, und mit dem Kopfe nahe an der Mauerdes GrabeS/ wo sechs kurze eiserne platte Stäbe/nach Art der Stäbe eines Fächers ausgebreitet,

1) ?aii8an. I. 6. e. 21. 1. 6. c. 12.

2) 6ekol. II. v. 149,Z) (?. 67.)