3 Buch/ 4 Kap.
heit. Man siehet auf demselben gemalet eine weib-lich bekleidete Figur/ die vor einem geflügelten G e-niuS stehet/ und sich einen runden Spiegel an des-sen Stiele gesasset vorhält; in demselben zeiget sichdas Profil des Gesicht» dieser Fignr/ aber nicht mitFarbe gezeichnet/ sondern mit einer glänzenden Gla-sur/ die bleifarbig erscheinet. Ich vermuthe/ daßder größte Theil der Gefäße dieser Art/ die sich inverschiedenen Städten von Italien befinden/ derenSamlungen Gori anzeiget/l) von eben den Or-ten herkommen.
§. 23. Alle die vorcrwähncten Samlungen habeich oft und mit Muße zu untersuchen Gclegenheirgehabt, und ich hätte gewünschet/ selbst und nichtmit fremden Augen die in Sicilien befindlichen Ge-fäße zu untersuchen/ weil alle Künste dort nicht we-niger als in Großgriechenland geblühet haben.Ich muß mich daher auf eine bloße Anzeige der Or-te dieser Insel einschränken/ wo die mehresten der-selben gesammelt worden/ und diese sind Girge li-tt und Catanea.
§. 2-j. An dem ersten Orte zieren verschiedenedas Museum des Bischofs der Stadt/ Lucchesi,
1) Olles» ilell' alkli. estruc. x. 244.
2) Seit den frühesten Zeiten war in Sicilien die Kunst,Gefäße aus Thon zu verfertigen, bekalit. Karci-nus,der Vater des Königs ZIgath 0 kles, war ei» Töpfer.Di 0 d 0 r ( I. > g. Z. 2, p. Z1S, ), Ausoniu § (cxigr. g.)luid Athenäus (!, 1, c. 22. 5».^ erwähnen deraus Thon in dieser Insel verfertigten Gefäße. Man fin>det einige, denen der Name vusi sigiliuu beigelegt wor-den, wegen der darauf befindlichen Bilder, welche denenähnlich sind, die man mit einem Petfchafte macht.Non zwei sehr schönen Gesäßen dieser Gattung, hatSchiavo Abbildung und Erklärung gegeben. (S-ggi-Ij.cli'iZert. llell'?2leriu> VllI, >.). Zea,
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