ss4 Geschichte der Kunst.
K. 2t. Unter einigen anderen SamlungeN/ dieebenfalls aus dem Königreiche Neapel kommen,ist eine der beträchtlichsten diejenige/ welche HerrRaphael MengS, während seines AuscnthalS da-selbst/ gemachet hat/') ans welcher ich fünf ganzbesondere Stüke in meinen alten Denkmalenbckant gemachet babe. ES sind noch andere Ge-säße unter denselben/ die nicht weniger verdienetenan das Licht zu treten/ wie B. dasjenige ist,welches ein Amazone zu Pferde/ mit einem aufdie Schulter herabgeworfeuen Hute, im Streite miteinem Helden vorstellet. Der Held ist vermuthlichAchilles und die Amazone Penthesilea/ weildieser die Erfindung/ einen Hut zu tragen/ beigelegetwurde. 3)
§. 22. Endlich muß ich unter den Gefäßen,deren Vaterland die Gegend um Neapel ist/ nichtvergesse«/ dasjenige anzuführen/ welches der Dur ch>lauchtige regirende Fürst von Anhalt-Dessauzu Rom erstanden hat; und dieses wegen einer aufanderen Gesäßen noch nicht bemerketen Besonder-
hem Werthe gestanden. Hiernächst sezt er die ersteEpoche der Kunst/ Gesäße von gebranter Erde zu dem»,le»/ »och vor Erbauung Roms, und rechnet zu dieserersten Epoche/ da die Kunst noch in ihrer Kindheit war,das schon oben im Tert erwähnte Gesäß mit der Vor,fiellung einer Jagd. Die zweite Epoche, in welcherdie Kunst zu ihrer Vollkommenheit gelangte / soll, wieer behauptet/ noch vor der Eroberung von Cavua einge>treten sein. Die dritte/ wo man aufgehört habe/ Ge>säße zu bemalen/ und die Kunst sich allmählig verlor,falle ungefähr in die Zeit der Eroberung von Korinth.F ea.
j) Die Gefäße/ welche Mengs besaß/ sind später in dievatieanische Bibliothek gekommen. F ea.
2) fNumcro 100/ 146/ tZ?/ l?0 und 200.?
?>) I. 7. c. 56. sect. 67.