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3 (1825)
Entstehung
Seite
361
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3 Buch/ 3 Kap. 261

Handlungen/ worin sich jenes am sichtbarsten äusser»koiite/ und man wählete das Gewaltsame anstatt derNube nnd der Stille/ und die Empfindung wurdegleichsam aufgeblasen/ und bis an ihre äusserstenGränzen getrieben.

§. 13. Was ich hier allgemein bemerket habe/ ^kan insbesondere in einzelnen Figuren und Werkenerläutert werden; und ich führe den Leser zu einembärtigen MercuriuS auf dem oft angezeigetenborghesischen Altare/ welcher wie ein Herku-les mnskulirt ist/ und sonderlich zu dem Tydeusund PelenS. l) An diesen kleinen Figuren sinddie Schlüsselbeine am Halse/ die Ripeii/ die Knor-pel des Ellenbogens und der Kniee, die Knöchelder Hände und der Füße so hervorliegend angege-ben / als die Röhren der Arme und der Schienbei-ne ; ja/ es ist die Spize des BrustknochcnS am Ty-deuS sichtbar gemachet. Die Muskeln sind alle inder heftigsten Bewegung auch am PeleuS/ wosich weniger Grund als in jenem dazu findet; amTydeus sind auch die Muskeln unter dem Armenicht vergessen. Die gezwungene Stellung zeiget sichaus dem vorher erwäbneten runden Altare im M u-seo Capitolinv/ und in mehreren Figuren aufdem borghesischen Altare; hier sind die Füßeder vorwärts gestelleten Gottheiten parallel geschlos-sen/ und an denen/ die man von der Seite siehet/stehen sie in gerader Linie einer hinter dem andern.Die Hände machen überbanvt an allen Figureneine gezwungene und ungelehrete Handlung/ so daß/wen dieselben mit den vorderen Fingern etwas hal-ten/ die anderen Finger gerade und steif vorauSste-hen. Bei einer so großen Wissenschaft und Kunstin der Ausführung mangelten den hctrurischen Künst-lern die Begriffe der Schönheit: den der Kopf des

1) ^Denkmale, Numcro 106 u»d 125.1

Winckclman. Z. 56