Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
362
Einzelbild herunterladen
 

Z62 Geschichte der Kunst.

TydeuS ist nach einer gemeinen Bildnng entwor-fen/ und der Kopf des PeleuS/ von nicht schö-nerer Gestalt/ ist eben so verdrehet als' dessen Körver,Z. l-j. Man könte auf die Figuren dieses StylSsowohl als des ersten in gewisser Maße deuten,was PindaruS vom VuleanuS saget/ daß erohne Gratie geboren sei. Überhaupt würdedieser zweite Styl/ verglichen mit dem griechischenvon guter Zeit/ anzusehen sein wie ein jungerMensch/ welcher das Glük einer anfmerksamen Er-ziehung nicht gehabt/ und dem man den Zügel inseinen Begierden und Aufwallung der Geister schie-ßen lassen, die ihn zu aufgebrachten Handlungentreiben / wie dieser, sage ich/ gegen einen schönenJüngling sein wurde/ bei welchem eine weise Er-ziehung und ein gelehrter Unterricht das Feuer ein-schränken/ und der vorzüglichen Bildung der Naturselbst durch ein gesittetes Wesen eine größere Er-habenheit geben wird. Dieser zweite Styl ist auch, twie man izo redet/ ma nierirr zu nennen/ welchesnichts anderes ist / als ein beständiger Charakter inallerlei Figuren; den Apollo/ MarS/ Her-kules/ und VulcanuS sind auf ihren Werkenin der Zeichnung nicht verschieden. Da nun ei-nerlei Charakter kein Charakter ist: so könte manauf hetrurische Künstler daS/ was Arist oteleS amZeuxis tadelt/ deuten: nämlich/ daß sie keinenCharakter gehabt haben;^) so wie wir eben dieses

1) pluwrtli, amiltor. x, 761. >^t> g. x. >1. eclil, kcis!», i

2) c, 6. p. 7.

Dieser dem Zeuris gemachte Vorwnrs scheint >m-l>l i n n s (I. 35. c. 9. sect. Z6 n ) die von demsel-ben Künstler verfertigte Penel 0 pe nicht zu treffen: m

N?an vergleiche 5 V- Z K. 2 §. 9 B. ZK- 25 §-V 0 rl ä u f. Zl b I? »ndl. 4 K. 2S §.Z