s5g Geschichte der Kunst.
Schal.' mit hctrurischcr Schrift in dcm Museo deLCollegii St. Jgnatii zu Rom. l)
§. t. Der Styl der hetrurischen Künstler istsich selbst nicht beständig gleich geblieben/ sondernhat, wie der ägyptische und griechische/ verschiedeneStufen und Zeiten / von den einfältigen Gestaltun-gen ihrer ersten Zeiten an bis zu der Blüthe ih-rer Kunst/ welche sich endlich nachher durch Nach-ahmung griechischer Werke/ wie sehr wahrscheinlichist/ verbessert/ und eine von den alteren Zeiten ver-schiedene Gestalt angenommen hat. Diese verschie-denen Stufen der hetrurischen Kunst sind wohl zumerken und genau zu unterscheiden/ um zu einigersystematischen Kentniß in derselben zu gelangen.Endlich/ nachdem die Hetrurier eine geraume Zeitden Römern unterthänig gewesen waren/ fiel ihreKunst/ welches sich an neun und zwanzig Schalenvon Erzt/ in dcm Museo des gedachten Collegii/ zei-get/ unter welchen diejenigen/ deren Schrift sich >der römischen Schrift und Sprache nähert/ schlech-ter als die älteren gezeichnet und gearbeitet sind.ZluS diesen kleinen Stüken aber ist weiter nicht vielBestimteS anzugeben; und da der Fall der Kunstkein Styl in derselben ist/ so bleibe ich bei de»vorher gefezeten drei Zeiten.
Wir können also drei verschiedene Style derhetrurischen Kunst/ wie bei den Ägyptern/ sezen,den älteren/ den nachfolgenden/ und drit-tens denjenigen/ welcher sich durch Na ch a h mungder Griechen verbessert hat. In allen drei Sty-len wäre zuerst von der Zeichnung des Naken-de N/Zund zum zweiten von bekleideten Figu-ren zu redeu z da aber die Bekleidung in ihren Ar-ten von der griechischen nicht sehr verschieden ist/ ,
i) Oeruxzter. Tlrui'. re^I. i. tak. 4.