Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
345
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Z Buch/ 2 Kap.

die ihre runden Schilder einen über den andern le-gen und also fechten; andere Krieger haben vierekich-te Schilder/ und die mehresten sind nakend. Inandern Gefechten werden von einigen kurze Degen/die Dolchen gleichen/ von obenher in die Brust ge-sunkener Figuren gestoßen. Zu einem solchen Blut-vergießen läuft ein betageter König berzu/ mit einerzakichten Krone um sein Haupt/ welches vielleichtdie älteste zakichte königliche Krone ist / die sich aufalten Werken vorgestellet findet; diese Krone tanauch dem Diadema ein höheres'Alter geben/ welchesalle neuere Scribenten allererst nach AlexandersTode unter den Griechen in Gebrauch kommen las-sen. Eben solche zakichte Krone trägt eine mänlicheFigur auf zwo hetrnrischen Begräbnißurnen, wel-che ebenfalls einen König vorzustellen scheinet;^) un-gleichen eine weibliche Figur auf einem Gefäße vongebranter Erde. Auch findet sich eine unbekleide-te schwebende/ jugendlich mänliche Figur auf einemherculanifchen Gemälde/') welche eine ähnliche Kro-ne in der Hand hält. Auf einer anderen Friese/wo keine von beiden Arten Vorstellungen angebrachtist/ siehet man unter anderen Figuren eine bekleide-te Frau/ mit einer oberwärtS breiten Müze auf demHaupte/ über welche bis auf das Mittel derselbenihr Gewand heraufgezogen ist; eine solche Müze hiessbei den Griechen und war/ nach dem Pol-

>) Oempst, ZZirur. rcgal. t. I. wb. 21. n. l. 71. n. 2.

2) Bei Gori (Aus. ütrusc. t. I> ^4.) findet fich cineweibliche Figur, welche er Venus Urania nent, miteiner ähnlichen Krone, und (lad. 9S.) cine mänliche,die er für den Ga n » medes hält. Fea.

3) Hlontlauc. suxpl. aux t. Z. ZZ.

4) ?iltnre t. Z. t»v. 24.