Z Buch/2Kap. S3t
stehet/ dem Jupiter mit einem Hammer die Stirnzu öfnen/ um die Geburt der Pallas aus dessen
tere Apollo hat sehr lange Schenkel, nnd seine Figurenthält zum Theile daher etwa sieben Kopflängen; derziemlich weit geösnete Mund zieht sich in den Winkelnauswärts nnd grinzet ein wenig. Wahrscheinlich ist esein mißlungener Versuch des Künstlers, den Gott alszum Spiele der Leier singend darzustellen. Mercurhat Gesichtszüge, die nahe au's Barbarische gränzen,und obschon er gleich den andern Figuren in's Profilgewendet ist, so zeigt sich doch sein Auge völlig. DieBeine scheinen ausgetroknet, hingegen kau der Bok, dener nach sich zieht, für wohlgerathen gelten. Marsund Herkules sind beide jung und bartlos, wieVul-can und Mercur; ersterer überhaupt so ziemlich wohl-gestaltet: lezterer, als ob er tanzte, auf den Fußspizengehend dargestellt, hat den Mund fehr aufwärts gezogenund das Auge fast wie Mercur. Auch sind Muskelnund Sehnen nickt stärker angedeutet. Nur hatte derKünstler den lobenswerthen Einfall, die Haare kurz uud i»kleinen kraufen Loken unter der Löwenhaut hervortretenzu lassen. Die Stirn ist hoch und kräftig. Unter denweiblichen Gestalten erscheint Juno als die vorzüglichsteund ist auch am besten erhalten. Unsere Abbildung stelltsie hinreichend dar Cnbele, Venus, Diaua uudMinerva geben zu keinen besondern Bemerkungen Ge-legenheit. Ihre Verhältnisse sind eben dieselbe», wie vonder Minerva bereits angezeigt worden.
Das ganze Werk ist in viele Stüke zerbrochen, undhat sowohl am untern als am obern Rande stark gelit-ten. An der Juno mag der ganze rechte Fuß einemoderne Ergänzung sein; auch ist am Jupiter der-selbe Fuß neu und das Vordertheil des linken zuniwenigsten überarbeitet, so wie das Vordertheil des rech-ten Fußes am Vuleau; das Vordertheil seines lin-ken Fußes aber ist offenbar neuer Anfaz, uud beideDaumen, der Mittelfinger der linken und der obereTheil scincr rechten Hand mit Stucco ausgebessert.Neptun hat den ganzen linken Fuß neu bekommenbis zur Ferse, samt dem Vordertheil des rechten. An