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Geschichte der Kunst.
dieselbe zu schließen aus der Figur eines jugendli-chen VulcanuS ohne Bart/ welcher im Begrif
sich aber auch hier, wie überall, Vor Einseitigkeit in Achtnehmen/ und keines der übrigen Kenzeichen, welcheuns zur näheren Einsicht über die Verschiedenheit der Zeit,des Geschmaks und St>>ls an den alten Monumenten ver-helfen können, dars darum verschmäht werden. Hierhandelt es sich darum / alles zu benuzen und den sicherstenWeg einzuschlagen; den/ gäbe es keine einigermaßen zu-verläßige Merkmale, wie Unkundige meinen, so wärealles Forschen nach der Kunst und dem Geschmak der ver-schiedenen Völker eitel, und ein jeder, der sich damitbefaßt, könte niizlichere Geschäfte treiben. Gibt es aberunterscheidende Merkmale, muß es eingeräumt werde»,daß jedes Land, jede Zeit eine eigentümliche, sich inden Kunftvroducten ausprägende Weife habe, und wirk!lich ein Steigen uud Fallen in der Kunst statt finde'wohlan so untersuche man die Monumente mit Sorgfalt,und schließe mit Erwägung aller umstände. Aber niesollten wieder zweifelnde Stimmen gehört werden, daß esschwer, ja unmöglich sei, das Alter der Monumente derVorzeit aus der Arbeit zu beurtheilen.
An allen Kövsen der vorerwähnten cavitolinische»Brunnenmündung wird man ein zu kleines Hinterhauptgewahr; die Ohren stehen weit zurük, sind aber fastdurchgehends auf das fleissigste ausgeführt, wie man zumBeispiel am Jupiter, am Vulcan, an der Mi-nerva und vornehmlich am Neptun sieht. Dieserleztere hat die Vorliebe des Künstlers genossen. De»weit geösncten Mund und etwas, das wie Zähne aus-sieht, abgerechnet, ist feine Mine gut, die Stirne nebstdem Auaenknochen ziemlich wohl gebildet, und so ist esauch mit den übrigen Gliedern beschaffen; inzwischensind ihn» sowohl als dem Jupiter, dem Mars, derMinerva und mehrere» anderen, obschon alle vonschmächtiger Gestalt, doch, wen der Kovs zum Maßstabeangenommen wird, nicht über sechs und eine halbe Längedesselben gegeben. Vulcan bat zwar etwas wenigesmehr als über dieses Maß, aber die Parthie der Rii'enist an demselbe» fast übermäßig lang. Der »och gedel)»>