Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
317
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3 Buch, 2 Kap.

31?

Diese beiden Apollo sind etwas über Lebensgröße/im't einem Köcher/ welcher an dem Stamme desBaumes' hänget/ woran die Statuen stehen; beideluid in einerlei Styl gearbeitet/ nur mit dem Un-terschiede/ daß die erste älter scheinet/ wenigstenslind die Haare über der Stirn/ welche an diesemilein geringelt sind/ an dem andern freier gearbei-tet. Eben so unterstehe ich mich nicht zu behaupten/daß eine irrig sogenante Vestale im Palaste G i u-,riniani/i) die vermuthlich zu den allerältesten Sta-tuen in Nom gehöret/ oder eine Diana in demherculanischen Musev/^) die alle Kenzeichen des he-trurischen StylS hat / von Künstlern dieser Nationund nicht vielmehr von Griechen gearbeitet wor-

einen Canal, welcher sich verstopft hatte/ wodurch dasWasser in dem See seit langer Zeit sehr hoch angewach-sen war. Um denselben zur Fischeret bequem zu machen,war es nöthig, das Wasser ablaufen zu lassen. Der alteCanal wurde geräumet. In demselben fanden sich einigeverfchlemmete Schifchcn der Alten, die mit Nägeln VonMetall zufammengefchlagen waren, und da das Wasserin dem See selbst gefunk n war, kam gedachter Tempelzum Vorschein, worin sich der Apollo fand. Man stehet»och izo die Nische von Marmor mit fehr fein gearbeite-ten Zieraren, in welcher die Statue ehemals gestan-den. Winckelman.

1) OsIIer. t. i. tsv. 17.

Die gi u stinia n isch e Statue, welche unter demName» der Vestalin bekant ist, hat etwas Vierekich-tes, fehr Strenges und Bestimtes in allen ihren Thei-len, und dabei wenig Angenehmes; man kaii ihr sogarSteifigkeit vorwerfe». Die Falten des Roks stnd i»senkrechten Linien gezogen, und fo zeigt stch durchge-bends der alte griechifcke Styl. Noch verdient angemerktzu werden, daß dieses Monument mit vorzüglicher Sorg-falt glatt und genau ausgeführt ist. Me»er,lUnter den Abbildungen Numero S6.)

2) U B. 2 K. ^ §.)