Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
315
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3 Buch/ 2 Kap.

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Der Hrt/ wo diese Statue gefunden ist/ nämlichArezzo in Toscana/ ist der einzige Grund zurMuthmaßung/ daß dieselbe von einem hetruri-schen Künstler sei. Der Genius stellet einen jun-gen Menschen in Lebensgröße vor, und wurde imZahre 1630 zu Pesaro am adriatischen Meere gesun-den. 5) Man kan aber daselbst eher vermuthe»/griechische als hetrurische Statuen zu entde-ken/ da diese Stadt eine Colonie der Griechen war.Gori vermeinet zwar/ in der Arbeit der Haare ei-nen hetrurischen Künstler zu erkennen/ und er ver-gleichet die Lage derselben etwas unbequem mitFischschupen; es sind aber auf eben die Art dieHaare an einigen Köpfen in hartem Steine und inErzte zu Noni/ wie auch an einigen herculanischenBrustbildern gearbeitet. Diese Statue ist indesseneine der schönsten in Erzt/ welche sich aus dem Al-tertume erhalten haben.

§. it. Über marmorne Statuen/ die hetru-risch scheinen/ ist nicht ein entscheidendes Urtheilzu fälle»/ weil dieselben aus der altern Zeit derGriechen sein können: und es bleibet allezeit die

>) Oüvicri, Alirm, piz.iui'. j>, Ooi-i, Hlus, tnli, 67

Diesen sogenantcn Genius von Bronze in der florcn-tinischen Galerie. dessen A b b i ld u n g im Musco Flo-ren tino (l, Z, wv, 454^.) möchten wir für eineikonische Statue halten/ welche vermuthlich einemjungen Grieche» als Ehrendenkmal/ wegen eines erlang-ten Sieges in den Sviele»/ errichtet worden. EinfacheStellung/ gute Verhältnisse/ schöne Form im Ganzenund edle Gestchtszüge/ gedcn derselben einen vorzüglichenWerth. Daß die vlatt aus einander liegenden Haarlo-ken einigermaßen sieis und drathartig/ anch die Nipenetwas mager angedeutet sind / läßt schließen / sie sei ent,standen noch ehe der vornehmlich auf das Schöne undGefällige abzwekende St»l in der Kunst eingeführet wor-den. Mcucr