Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
314
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Geschichte der Kunst.

in dcr Galeric zu Florenz, und auf dem Saumeseines Mantels stehet hetrurische Schrift eingegraben.Jene Figur ist ohne Zweifel aus ihren ersten Zeiten:diese aber aus der spätern Zeit/ welches man ausdem glatten Kinne derselben muthmaßen, und ausder Arbeit selbst begreifen kaii. Den da diese Sta-tue, wie man siehet, nach dem Leben gebildet ist,und eine bestimte Person vorstellet: so würde diesel-be in älteren Zeiten einen Bart Habens) da dieBärte damals unter den Hetruriern, so wie unterden ersten Römern, eine allgemeine Tracht gewe-sen. 2) Die andern zwo Statue» in Erzt, überwelche das Urtheil zwischen der griechischen und he-trurischen Kunst zweifelhaft sein köntc, sind eineMinerva und ein vermeincter Genius, beidein Lebensgröße. Die Minerva ist an der unternHälfte sehr beschädiget;^ der Kopf aber hat sichnebst der Brust vollkommen erkalten, und die Ge-stalt desselben ist dcr griechischen völlig ähnlich.

1) Dcr Vart an den hetrnrischen Figuren ist kein sicheresKenzeichen ihres hohen Alters, da, wie dcr Autor spä-terhin selbst bekennet, Juviter, Vulca» und Äsku-lav in den ältesten hetrurische» Arbeiten ohne Vartdargestellt sind. Amvretti.

2) I^!v, I> ü. c- 2Z. n> 41 >

Z) Diese Minerva ist eine Von den reizende» Figuren, wel-che durch den verfeinerten Geschmak griechischer «unst her-vorgebracht worden in der svätern Zeit, als mit dem Ernstauch das Große schon Verschwunden war, und das Anmu-thige die ausschließende Herschaft erhalten hatte. Sie istdaher eine ungemei» liebliche Gestalt, der Helm stehtihr sehr wohl, und das Gewand ist mit ausstudirterZierlichkeit um den ?eib und um den in die Seite gefei-ten linken Arm geschlagen. Die Abbildung derselben siudet man im A! ufeoFl 0 renti 110. (1.3. wv. 7,) Me»e r.