3 Buch, 2 Kap.
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daher matt demselben ei» neues Fruchthor» gege-ben hat. Die zwote Statue ist ein vermeineter H a-ruspex/i) wie ein römischer Senator gekleidet,
beiten griechischer Kunst? als für ein h e tru r i sch e ZDenknial zu halten. Den die nach Verhältniß des Gan-zen sehr breiten Schultern; die platt geformte/ doch starkvortretende Brust, an welcher die Warzen nicht genugauf die Seiten gerükt find; die Haare, die gleich einemStreif neben einander liegender einzelner Bindfäden umdie Stirne stzen; die von Keiltnissen des Künstlers undseinem Streben nach Wohlgestalt zeugenden Schenkel >i.s, w. stnd alles mit den griechischen Werken des altenSt»ls übereinstimmende Merkmale. Das hohe Altertumdieser Figur scheint auch aus den Gesichtszügen zu er-hellen, welche nicht schön sind, ohne deßwegen ein Porträt,sondern vielmehr die noch unbehülfliche Kunst zu verra?then. M e >> e r.
Diefer fogenante Harnfver ist in natürlicher Grö-ße, stehend, den einen Arm uud die Hand aufgehobenlind wie im Reden zu einer versammelten Menge be-griffen. Er hat kurzgeschorue Haare, Schuhe, oder wenman will, Halbstiesel mit Riemen auf die gewöhnlicheWeise bis unter die Waden gebunden , ein Unterkleid mitkurzen Ärmeln nnd über dasselbe den Mantel umgeschla-gen, durch welchen der gerade herunterhängende linkeArm bis zur Hand bedekt wird, wovon der vierte, oderGoldfinger, mit einem Sigelringe geziert ist. Im Gan-zen dieser Figur ist ein Bild zu erkennen, welches mitaller Treue nach der Ähnlichkeit einer bestimten Personversertigr, und so ausführlich behandelt ist, daß felbstdie Räthe des untcrgewandes angegeben scheinen. Wirbekennen »ns also völlig zu des Autors Meinung,daß diese Statue aus der spätern Zeit der hetrurischenKunst herrühre. St»l und Geschmak an derselben ge-be», wie wir beobachtet zu habe» glauben, durchaus kei-nen wahrscheinlichen Grund, ihre Entstehung höher alsetwa kurz vor die Zeit der ersten römischen Kaiser hin-auszurüken. Me»e r.
sDas Monument ist unter Numero 2? der Abbil-dungen zu sehen.)
Winckelniaii. Z. l 4