Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
310
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zio Geschichte der Kunst.

fcnbarer neuerer Zusaz. Die drei G ratien siehet manbekleidet/ wie beiden ältesten Grieche»/ auf mehr-mal erwähnetem b o rg h esi sch e n Altare; sie habensich angefasset, und sind wie im Tanze; Gori ver-meinet/ dieselben entkleidet auf einer Patera zufinden, i)

K. 7. Nach diesen Anmerkungen über die hetrnri-schen Bilder der Götter/werde ich suchen in der zwotenAbtheilung dieses ersten Abschnitts die vornehm-sten Werke hetrurischer Kunst anzuzeigen/ umsodan aus denselben auf die Zeichnung selbst/ und aufden Styl der Künstler den Schluß zu machen. Ichmuß aber hier unsere mangelhafte Kentniß beklage»/die sich nicht allezeit wagen kan/ das H e truri schevon dem ältesten Griechischen zu unterscheiden.Den auf der einen Seite machet uns die Ähnlichkeitder hetrurifchen Werke mit den griechischen unge-wiß; auf der andern Seite sind es einige Werke/welche in Toscana entdeket worden/ und den griechi-schen von guten Zeiten ähnlich sehen. 2) Man merke

t) Älus. ütrusc. t. I. x. g2.

2) Diese Äusserung des Autors ist merkwürdig, den st«gibt den Standpunkt an, von welchem alle seine Mei-nungen über Werke der hetrurische» und alt-griechischen Kunst beurtheilt werden müßen/ auchist ste als das Ziel zu betrachte»/ bis wohin er in sei-ner Erkentniß dieser Monumente vorgeschritten. Ge-genwärtig dürsten Manche darüber besser unterrich-tet sein. Allein man muß stch bescheiden erinnern,daß Winckel maiis Kapital eine lange Zeit gewu-chert hat, und seit damals eine Menge Denkmaledes alten SU>ls theils neu aufgefunden, theils mit mehrAufmerksamkeit untersucht worden stnd. Er hat derAltertumskunde schon dadurch einen der allerwichtigste»Dienste geleistet, daß er eines der größten Hindernisseweggehoben, indem er die ehemaligen übertriebenen Vor-urtheile sür die Kunst der alten Het-rurier einzuschrim-