z Buch,2 Kap. 309
diese Leuchter aber sind griechische Arbeiten. Ei-ne Statue aber, welche Herr Spenee nicht langevor meiner Zeit will inNom gesehen Habens) mit ei-ner Taube, ist izo wenigstens nicht mehr vorbanden.Er ist geneigt, dieselbe für einen Genius von Nea-pel zu halten, und führet ein paar Stellen einesDichters hierüber an. Man bringet auch eine klei-ne vermeinete hetrurische VennS in der Galeriezu Florenz bei, mit einem Apfel in der Hand; woes nicht etwa mit dem Apfel beschaffen ist, wie mitder Violine des einen kleinen Apollo daselbstin Erzt, über deren Alter Addison nicht hättezweifelhaft sein dürfen: den es ist dieselbe ein of-
(Brumie»mündung) im Mnseo Cavitolino, wirklichmit einer Blume dargestellt ist, und folglich diese Gottheitauch auf andern Denkmalen gleichmäßig kaii bezeichnetsein. Es ist ferner ungegriindet, daß die alten Denkma-le mit Figuren der Hofnung von dem Autor nicht er-wogen worden, den er hat sie gekant, und ihrer in denDenkmalen (t Th. t2K. N. Zl>,1 gedacht, wo, indemer die Figur auf dem Candelaber wie hier für eineVenus erklärt, ausdrüklich noch beigefezt ist: „Eine„Blume (nämlich die Lilie) pflegte sonst auch das Snm-„ bol der Hofnung zu sein." Weii endlich von denAltertumsforschern, welche die Figur auf dem Leuchteranders als Winckelnian ausgelegt, wie es sehr schiklich,und die Wahrscheinlichkeit ihrer Meinung begünstigend ist,gesunden worden, daß die Hosnung ans jenem Leuchterin Gesellschaft des Mars nnd der Minerva, welcheaus den andern Seite» gearbeitet sind, erscheine, so läßtstch erwidern: es sei eben so schiklich und wahrscheinlich,daß dem Mars und der Minerva die Venus beige-geben worden, zumal da auf dem Gegenstnke, d. h. demzweiten der ehemals barberischen Candelaber, auchdrei der höher» Gottheiten, nämlich Jupiter, Junound Mercur dargestellt sind. Meyer.
i) kommet, x. 244.