Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
308
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30L

Geschichte der Kunst.

so stehet sie bekleidet auf vorerwDnetem dreiseiti-gen Altare. Auf eben diesem Werke siehet maneine andere bekleidete Göttin mit einer Blumein der Hand, l) welche eine andere Venus bedeu-ten könte: den sie hält eine Blume auf einemunten beschriebenen runden Werke im Campidog-lio; auch auf der Base des einen von den zweenschönen dreiseitigen Leuchtern, die im PalasteBarberini waren/ ist Venus also vorgestellet;-)

1) Die Frage/ welche Figur auf dem borghefifchendreiseitige» Altare hier der Autor eigentlich gemeinthabe, ist nicht ohne Schwierigkeiten. In der obernReihe steht nebe» Nevtunns eine Göttin/ welche in ih-rer Hand etwas hält/ was zur Zeit/ da Winckelmanschrieb und das Monument noch nicht gereinigt war/Vielleicht undeutlich gewesen und wie Blumen mag aus-gesehen habe»; aber es ist/ wie man wenigstens jczrohne Muhe erkennen ka»/ die Ceres/ und was siehält/ sind Ähren. Inder untern Reihe hat die erstevon den drei Hören eine Blume mit lauge»! Stiele/wen es nicht etwa ein Zweig mit junger Frucht sein soll/in der Hand. Aber es ist durchaus unwahrscheiulich /daß der Autor diese drei Figuren nicht richtig sollteerkant habe»/ zumal/ da sie aus der Seite des Monu-ments gearbeitet sind/ welche auch schon zu seiner Zeitbeauem koiite gesehen werden. Meyer.

2) sDenkmale/ Numero

Andere Altertumsforscher haben in der erwähnten Fi-gur des ehemals barb eri»i schen Candelabers dieHosttung erkenne» wolle»/ und Visconti/ welchereben dieser Meinung ist (Aus. piot.p. g.)/will gegen Winckelman behaupte»/ derselbe habe beiseitter Erklärung nicht Ziüksicht aus die unzählige» Mo-numente genommen/ welche ähnliche Figuren mit latei-nischer Überschrift: Spes, und mit griechischer:

»eigen. Hieran» müßen wir aber einwenden/ daß die vonWinckelman im Terte zugleich angeführte/ durchausnicht »u bezweifelnde Venus auf den, runde» Werke