Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
294
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Geschichte der Kunst.

Empfindungen/ und die Sinne werden nicht mitderjenigen sanften Regung gerühret/ welche denGeist gegen das Schöne vollkommen empfindlich ma-chet. Diese Muthmaßung gründet sich zum erstenauf die Wahrsagerei/ welche in den Abendländernunter diesem Volke zuerst erdacht wurde; daher HeissetHetrurien die Mutter und Gebärerin desAberglaubens/5) und die Schriften/ in welchendie Wahrsagerei verfasset war/ erfüllete» die/ welchesich in denselben Raths erholeten/ mit Furcht undSchreken; in so fürchterlichen Bildern und Wor-ten waren sie abgefasset. Bon ihren Priestern kön-nen diejenigen ein Bild geben / welche im 399 Jahreder Stadt Rom an der Spize der Tarquinier mitbrennenden Fakeln und Schlangen die Römer an-fielen. 3) Auf diese Gemüthsart könte man fernerschließen aus den blutigen Gefechten bei Begräbnisse»und auf Schaupläzen/ welche bei ihnen zuerst üblichwaren/und nachher auch von den Römern einge-führet wurden; diese waren den gesitteten Griechenein Abscheu/ 5) wie ich im folgenden Kapitel mitMehrerem anzeigen werde. <-) Auch in neueren Zei-

tlang zum Briefe an Muzel-Stosch v. lv Dec.5757.Z

») Oent. I. 7. 2Z2.

2) (!ic. tle 61vin. I. !. c. 12.

Z) l^iv, I, 7. c> 1 >. n> 17.

4) Oempsler. Ltrur. regal, t> l. I. Z. c. 42.

ü) pol,!. Z>5. Plato sagt, daß ei» Gesez beiden Hctruriern Menschenopfer befohlen habe, daß aberdasselbe zu seiner Zeit nicht mehr beobachtet, sondern alsgottlos anerkant worden. Fea.

L) Allein diese» kan man die große Liebe der Hetrnrier fürdie Musik entgegensezc», so daß sie selbst die Erfindermehrerer musikalischer Instrumente waren. L» alle»