Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
286
Einzelbild herunterladen
 

286 Geschichte der Kunst.

an die äussersten Vorgebirge des Landes/ welchesnachher Großgriechenland genennet wurde/ wieausser den Zeugnissen der Scribenten die Münzenaus dieser Zeit beweisen. Von diesen kan ich unteranderen eine von Silber in dem Museo des DucaCaraffa Nvja anführen/ die aufder einen Seiteunter einem hochgeprägeten Ochsen den Namen derStadt Buxenriuni/ und auf der andern Seiteunter einem tiefgeprägetcn Ochsen den Namen derStadt SyrinoS/ an dem herakleischen Meerbusengelegen/ gepräget hat. Durch den Besiz von so vie-len Ländern erweiterten die Hetrurier ihren Handel/und erweiterten denselben bis zu einem Bündnissemit den Phöniziern; so daß die Karthaginienser/ alsBundesgenossen der Perser/ nachdem sie unter An-führung deS Hamilkars Sicilien angegriffen/und von Gelv/ Könige zu SyraluS/ geschlagenworden/ dem ohnerachtet vereiniget mit der Flotteder Hetrurier die Griechen in Italien überfielen/aber vom Hier»/ des Gelo Nachfolger/ mit großemVerluste zurükgetrieben wurden. Aus einer seltenen sil-bernen Münze der Stadt Feleria/ mit dem griechi-schen Namen derselben bezeichnet, scheinet eS/ daß dieHetrurier den griechischen Ursprung gedachter Stadtöffentlich anerkant haben. Faleria aber war eine vonden zwölf Hauptstädten dieses VolkS/ und es dürftedie Lage derselben nicht streitig sein/ wie Dempsterbehauptet. Den ihre uralte Ringmauer von vielekch-ten weissen Steinen ohne Mörtel aufgeführet / wieeS die alte Befestigung von Präneste/ die Mauernvon Fiesole/ von Terracina und von Fond, sind / liegetetwa zwo Miglien von Civita Castellana/ und nochjzo heiffet der Ort Falari.

§. Daß diese neuen Colonien diejenigen ge-wesen/ welche in Hetrurien ihre Art mit griechischenBuchstaben zu schreibe»/ nebst ihrer Mythologie/ ein-