S7» Geschichte der Kunst.
keit der Arbeit gesuchet haben/ welches aus ihrenMünzen zu schließen ist. Den ihr Handel wird auchmit Werken der Kunst in andere Länder gegangensein, welches bei den Ägyptern nicht geschah; unddaher ist zu glaube»/ daß die phönizischen Künstlersonderlich in Metall und Werke von der Art gear-beitet haben/ welche allenthalben gefallen konten.Daher kan es geschehen sein/ daß wir einige kleineFiguren in Erzt für griechisch halten/ welche phö-nizisch sind, i)
K. 24. Es sind keine Statnen aus dem Alter-tume mehr zertrümmert als die ägyptischen/ undzwar von schwarzen Steinen. Von griechischenStatuen hat die Wuth der Menschen sich begnüget/den Kopf und die Arme abzuschlagen/ und das übrigevon der Base herunter zu werfen / welches im Um-stürzen zerbrochen ist; die ägppnschen Statuen aber/wie nicht weniger diejenigen/ welche von griechi-schen Künstlern aus ägyptischen Steinen gearbeitetworden/ als welche im Umwerfen nichts würdengelitten haben/ sind mit großer Gewalt zerschlagen/und die Köpfe/ die durch Abwerfen und im Weg-schleudern unversehret geblieben sein würden/ werdenin v!ele Stüke zertrümmert gefunden. Diese Wuthveranlassete vermuthlich die schwarze Farbe dieserStatuen/ und der daraus erwachsene Begrif vonWerken des Fürsten der Finsterniß und vonBilder» böser Geister/ die man sich in schwarzerGestalt einbildete. Zuweilen/ sonderlich an Gebäu-den/ ist es geschehen/ daß dasjenige zerstöret wor-den/ was allem Anscheinenach die Zeit nicht würde
t) Paläphatus ( <1e invent. purpur -e. ) erzählt, daß diePhönizischen Könige und andere Personen dieses Volks/um sich mehr Ansehen zu verschaffen / kleine Gvzenbildertrugen. Fea.