274 Geschichte der Kunst.
thraS durch dic Seeräuber/ die PompeiuS be-kriegte und endlich vertilgcte, eingeführet worden,und von dieser Zeit an geblieben sei. Die Erklä-rung aber der symbolischen Zeichen dieses Bildesgehöret noch weniger zu unserm Vorhaben/ und istvon vielen andern versuchet worden.
§. ls. Man siehet unterdessen aus ihren Arbei-ten, daß das Dichten und Bilder der EinbildungHervorbringen auch unter einem Volke, wo in derReligion dic Einbildung nicht viel Nahrung gehabthat, der Kunst cigcn gewesen ist: den eS finden sichauf persischen geschnittenen Steinen Thiere mit Flü-geln und menschlichcn Köpfen, welche zuweilenzakichtc Kronen haben, und andere erdichtete Geschö-pfe und Gestalten.
Z. 19. Aus der Baukunst der Perser erkennenwir, dasi sie häufige Zieraten liebeten, l) wodurchdic an sich prächtigen Stiike an ihren Gebäuden vielvon ihrer Größe verlieren. Die großen Säulen zuPersepoliS haben vierzig hohle Reisen, aber nurvon drei Zoll breit, da die griechischen Sänlen nichtüber vier und zwanzig und zuweilen weniger Reifenhaben, die aber an einigen Säulen mehr als eineSpanne halten, lind an dem Tempel des Jupi-ters zu Girgenti so groß waren, daß ein starkerMan sich in dieselben hine'iistcllen konre, welchesdic Trümmer desselben noch izo bestätigen. Die
2>.) Auch in Rom und i» andern Städten des römi-sche» Reichs und besonders in Mailand wurde später-hin diese Gottheit verehrt (Orulei', in^rripi. p z^j.7!,g,), wie auch die oben erwähnten Basreliefs bewei-sen. Fea.
i) Lochart. hier«?, part. 2. I. 5. c. 6. Li-i^son. I. I. Z.6ö. Lzllisr, clss. 2> x>/,i. Fea.