2 Buch/ 5 Kap.
273
siehet zwar den persischen Gott Mythras an verschie-denen Orten in Rom, als in den Villen Borgbese,Albani und Negroni/ aber es findet sich keineNachricht/ daß die alten Perser denselben also vor-gestellet haben. Es ist vielmehr zu glauben/ daß dieangezeigeten Vorstellungen des MythraS von grie-chischen oder romischen Künstlern zu Rom und znder Kaiser Zeiten verfertiget worden/ wie die Figurund die Ausarbeitung derselben zeiget. Den einjeder siehet/ daß die Künstler dieser beiden Volkerder Figur des Mithras lange Hosen und eine phry-gische Müze gegeben haben; als ein Abzeichen einerau.lündischen Gottheit, weil diese Tracht in derKunst angenommen war/ entlegene Völker sowohlgegen Norden als gegen Mittag zu bezeichnen:Hosen waren zwar den Persern gemein/ aber keinephrygische Müze»/ so viel wir wissen.^) Plutar-chus berichtet unS/H daß die Verehrung des Mi-
j) Auch im Palaste Mattei steht man eil» Basrelief mitdem Gotte Mithras, aber nicht sonderlich gearbeitet;das in der Villa Albani mag die meiste Kunst haben.Bei Fea (t. i. tav ist es abgebildet» richtiger aberbei Zoega. (Lass'irilicvj, tav. !>L.) Melier.
Z) Die Perser erscheinen mit Mmen iv>f mehrern Denk-male»/ z. B. eine Figur bei Lens (I. c. p. 5Z. not.».);ein Bild des Phraates, Königs der Parther, und ein»arthischer Soldat, bei H >> d e. (1^. c. tak. >v. x. Zg^.)Fea.
Die Verehrung des Gottes MithraS, de? Symbols derSonne und des Feners, entstand in Persien, und M i-thras blieb in diesem Lande die Haurtgottheit bis zurZeit Zoro asters. Das Pferd ward dem Mi>thras geopfert, als dasjenige Thier, welches einem soschnellfüßigen Gott am meisten entsprach. < Ucro-«lut. !. i. c. Aitz in line. Ovicl. !. i. v.