256 Geschichte der Kunst.
den Phönizier»/ zu schönen Ideen geschikt gewesensein.
Z. 10. Bei dem gemeinen schlechten Begriffe >von der Kunst unler diesem Volke, muß dieselbegleichwohl, ich will nicht sagen in der Bildhauerei/sondern in der Zeichnung und in künstlicher Arbeitzu einem gewissen hohen Grade gestiegen sein: denNebukadnezar sührete / unter anderen Künstlern/tausend / welche eingelegete Arbeiten macheten/ nurallein aus Jerusalem mit sich weg; l) eine so großeMenge wird sich schwerlich in den größten Stadteilheut zu Tage finden. Das hebräische Wort/ wel-ches besagete Künstler bedeutet/ ist insgemein nichtverstanden/ und von den Auslegern sowohl als inden Wörterbüchern ungereimt übersczet und erklä-ret/ auch theils gar übergangen worden.
§. ii. Die Kunst unter den Persern verdieneteinige Aufmerksamkeit/ da sich Denkmale in Mar- >mor/ auf geschnittenen Steinen und in Erzt erhal-ten haben: die von Marmor sind erhoben gearbeiteteFiguren an den Trümmern der Stadt Persepo-liS; ihre geschnittenen Steine aber sind walzenför-mige Magnetsteine/ auch Chaleedonier / und au ihrerAxe durchbohret. Ausser denen/ welche ich in ver-schiedenen Samlungen geschnittener Steine gesehenKabe/ fanden sich zween in dem Museo des Graven
7 K. 2Z V.) I» de» später» Zeiten dehnten die Juden5<i§ mosaische Gesez aus jede Art von Figurenaus; (Ongones contra OIs> I. 4> c.Z?, FlaVius Josc<Vh »s ^»>1.1. >g> c, !>, n. Z>Z erzählt/ daß die Juden
den Vitellius baten, die römischen Feldzeichen nichtdurch ihr Land gehen zu lasse»/ weil diese die Bildnissevon Adler» und andere Figuren vorstellten. Fea>
t) 2 B. d. K. 24 K. iü V.