2 Buch/ 6 Kap.
bei den Galliern sehr üblich gewesen sein, wie derphönizische Kaufmaii unter den gemalctcn Figurendes vaticanischen TerentiuS zeiget. Auf die Kar-thagimenser scheinet auch das Beiwortwelches die Dichter den Afrikanern und Lybiern bei-legen/ i) zu deuten zu sein, so daß dieselben unge-gürtet gegangen wären.
§. S. Von der Kunst unter den Juden/ alsNachbarn der Phönizier/ wissen wir noch weniger/als von diesen; und da die Künstler dieses lezternVolkes von den Juden auch in ibren blühendenZeiten gerufen wurden,-) so könte es scheinen/ daßdie schönen Künste, welche bei diesem Volke alsüberflüssig im menschlichen Leben geachtet waren/auch aus diesem Grunde nicht geübet worden. ESwar auch die Bildhauerei durch die mosaischenGeseze/ wenigstens in Absteht der Bildung derGottheit in men sch li ch e r Gestal t/ den Judenuntersaget; H ihre Bildung würde jedoch/ wie bei
gebräuchlich Ware» bei bei Karthaginenfer», und daß sieVerschiedene Arten Mäntel hatten , dopelte und einfache,runde und vierekichte. Auch konte Salmafius nichtanderer Meinung sein, ohne dem Tertnllianus zuwiderspreche», dessen Buch äs ?-IUo er conimentirenwollte, Amor et ti.
i) Virg. I, g, V. 24. ^UV. sat, g.
V. 18il. Itsl. lle jiun. 1. 2. V. 56.
21 t B. d. K. 5 K. 6 V.
3) Das mosaische Gefez (2 V. 20 K. 4 V.) verbot zwarBildnisse der Götter zur Anbetung zu verfertigen,aber nicht die Bilder von Engel», Menschen undThieren, zum Zierat oder zur Erinnerung.Selbst Moses ließ Cherubini a» der Bundesladeverfertigen (2 B. Z7 K. 8 V.) und Salomo anderevon gigantischer Größe fnr den Temvel, N B, d K.6K..2ZV.) und auch zwölf Rinder von Bronze, alsGestell des fogenanten ehernen Meers. (IB. d. K.
WinckelmaK. Z. <2